Das sind nicht 22 Nanometer

Martin Eisenlauer gibt in „Bild am Sonntag“ den „Tech-Freak“. Gestern schrieb er über die neuen Prozessoren für PCs und Notebooks, die der Chiphersteller Intel heute vorstellen will:

Die Chips bekommen die gleichen langweiligen Namen wie ihre Vorgänger, nämlich je nach Geschwindigkeit entweder i5 oder i7.

Doch die Namen sind das einzig lahme an den neuen CPUs. Sie nutzen erstmals dreidimensionale Bau-Strukturen, bei denen die einzelnen Leiterbahnen nur noch 22 Nanometer groß sind (ein Nanometer sind eine Million Millimeter). Damit erreichen sie rund 20 Prozent mehr Leistung und verbrauchen weniger Strom.

Wenn ein Nanometer „eine Million Millimeter“ wären, wären das eintausend Meter — eine Größenordnung, die bisher als „Kilometer“ bekannt war. Die einzelnen Leiterbahnen wären dann ungefähr so breit wie Manhattan lang.

Tatsächlich entspricht ein Nanometer einem Millionstel Millimeter. Die Umrechnung in Haare, Fußballfelder und das Saarland überlassen wir Ihnen.

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber.

Nachtrag, 17.04 Uhr: Ein aufmerksamer Leser hat uns darauf hingewiesen, dass der „Tech-Freak“ auch bei anderen Aussagen daneben liegt. Es sind nicht die einzelnen Leiterbahnen, die nur noch 22 Nanometer groß bzw. klein sind, sondern die sogenannten Gates in den Transistoren. Auch die dreidimensionale Baustruktur betrifft nur die Transistoren und nicht die ganze CPU.

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