Die Hasselhoffnung stirbt zuletzt

Es gibt Meldungen, die gehen um die Welt. Wie die Geschichte von Sänger und Schauspieler David Hasselhoff, der sich an dem Tag, an dem er das Sorgerecht für seine beiden Töchter zugesprochen bekam (unter anderem durch das Versprechen, nicht mehr zu trinken), wieder betrank, über die Tische stolperte, und später, als Freunde ihm weiteren Alkohol verweigerten, anfing, wild zu randalieren. Die Geschichte stammt aus der notorisch unzuverlässigen britischen Boulevardzeitung „Sun“ und fand weite Verbreitung. Bild.de informierte seine Leser über Hasselhoffs „schweren Alkohol-Rückfall“ in einem ausführlichen Artikel am 19. Juni 2007. Die gedruckte „Bild“-Zeitung brachte am folgenden Tag eine Meldung unter der Überschrift „Hasselhoff randaliert im Suff“.

Es gibt Meldungen, die gehen nicht um die Welt. Wie die Geschichte von Sänger und Schauspieler David Hasselhoff, der dementiert, sich an dem Tag, an dem er das Sorgerecht für seine beiden Töchter zugesprochen bekam (unter anderem durch das Versprechen, nicht mehr zu trinken), wieder betrunken zu haben. Hasselhoff kündigte an, gegen die „Sun“ vorzugehen. Nur wenige Tage nach dem Erscheinen entfernte die „Sun“ den Artikel von ihrer Homepage. Im August 2007 verurteilte ein Londoner Gericht die Klatschzeitschrift „OK“, die ähnliches behauptet hatte, zur Zahlung von Schmerzensgeld an Hasselhoff. Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte die „Sun“ eine „Entschuldigung“ an Hasselhoff und erklärte, dass er an dem Abend weder Alkohol getrunken noch andere Gäste belästigt habe.

Von dieser Geschichte hat die „Bild“-Zeitung bisher nichts für berichtenswert gehalten. Und die Falschmeldung ist weiter online.