Daily Mail, Abokündigung, Sportinformation

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Mail Supremacy“
(newyorker.com, Lauren Collins, englisch)
Die 1896 gegründete britische Tageszeitung „Daily Mail“ erreicht vier mal so viele Leser wie der „Guardian“, im Januar überholte sie die „New York Times“ als meistgelesene Zeitung online. Der ausführliche Bericht von Lauren Collins beleuchtet die Haltung der Zeitung während dem 2. Weltkrieg und die Beziehung zu den Prominenten: „In 1997, after Princess Diana’s death, the third Viscount Rothermere promised that the paper would no longer use photographs taken by paparazzi—a vow that didn’t last.“

2. „Axel Springer AG verurteilt“
(vzhh.de)
Das Landgericht Berlin verurteilt die Axel Springer AG wegen unlauterer Abowerbung, meldet die Verbraucherzentrale Hamburg: „Das Gericht verbot dem Medienunternehmen, Kunden, die ihr Zeitschriftenabonnement gekündigt haben, mit der Aufforderung anzuschreiben, sie zurückzurufen, weil noch eine Frage aufgetreten sei, wenn der Kunde tatsächlich auf diesem Wege dazu bewegt werden soll, seine Kündigung zurückzunehmen.“

3. „Warum ich den ‚Blick‘ verachte“
(facebook.com, Max Küng)
Max Küng thematisiert den Umgang von „Blick“ mit den Opfern des Busunglücks im Wallis: „Es mag etwas altmodisch klingen, aber ich verachte den ‚Blick‘, respektive die Leute, die für die Leidpornografie in seinen Seiten verantwortlich sind.“ Siehe dazu auch „Wie es mit Emma wirklich war“ (blick.ch, Ralph Grosse-Bley).

4. „Fanprojekt fordert Gegendarstellung von Bildzeitung“
(stadionwelt-fans.de)
Fußball: Ein Sozialpädagogisches Kölner Fanprojekt fordert von „Bild“ eine Gegendarstellung.

5. „Müssen nicht jeden Schrott melden“
(medienkritik-schweiz.ch, Reto Stauffacher)
Reto Stauffacher befragt Peter Lerch vom Schweizer Sportnachrichtendienst SI: „Wir haben die viel grössere Verantwortung als all diese Medienportale. Wenn wir etwas melden, ist das sofort in allen Kanälen sichtbar und nicht mehr auszulöschen. Und wenn diese Meldung nicht stimmt, dann ist das für uns der absolute Horror. Wir melden etwas erst, wenn wir wissen, dass es tatsächlich stimmt. Vielleicht wird uns diese Tatsache manchmal als ‚langsam‘ ausgelegt.“

6. „Der Alabama Face Guy“
(hermsfarm.de)