Max Schradin, Blick, Schaffhauser Nachrichten

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „9Live hat sich selbst ein Bein gestellt“
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Max Schradin, ehemaliger Mitarbeiter des 2011 eingestellten Call-In-Senders 9Live, gibt Auskunft über seine damalige Arbeit. „Wenn 9Live von Anfang an zusammen mit der BLM klare Spielregeln formuliert hätte, dann hätte es vielleicht am Anfang nicht so ein exorbitantes Umsatzwachstum bei dem Sender gegeben, aber 9Live wäre jetzt noch auf Sendung, weil man sich dann sowas wie den Stirnlappenbasilisk gar nicht hätte ausdenken müssen.“

2. „batz.ch ungefragt in den Schaffhauser Nachrichten“
(batz.ch, Monika Bütler)
Monika Bütler, Professorin an der Universität St. Gallen, erfährt über Leser, dass ein im Juni 2011 publizierter Blogeintrag in den „Schaffhauser Nachrichten“ abgedruckt wurde – „ohne mein Wissen, geschweige denn Einverständnis“.

3. „Digitales Fact-Checking verändert Journalismus“
(derstandard.at, Tatjana Rauth)
Tatjana Rauth stellt verschiedene Portale vor, die sich dem Prüfen von Fakten verschrieben haben.

4. „Der ‚Blick‘ entschuldigt sich wegen des ‚Foltercamps'“
(tagesanzeiger.ch, Edgar Schuler)
Die Boulevardzeitung „Blick“ entschuldigt sich in ihrer heutigen Ausgabe bei Beat Dünki. Ausserdem erhält dieser „von Ringier eine Genugtuungssumme, über die er sich ausschweigt, die aber mehrere Hunderttausend Franken betragen dürfte“. Siehe dazu auch „Späte Genugtuung für Medienopfer“ (tageswoche.ch, Monika Zech).

5. „Das große Reissackschubsen“
(philibuster.de, Michael Stepper)
„Don’t feed the troll!“, erinnert Michael Stepper die „Netzgemeinde“ hinsichtlich der „arg inszenierten Kampfansage an das Social Web“ von CDU-Politiker Ansgar Heveling. „Beim Handelsblatt wird man sich ins Fäustchen gelacht haben, dass die (Marketing- respektive Traffic-)Strategie so schön aufgegangen ist (aber nur ein Schelm vermutet Absicht).“ Siehe dazu auch „Netzstreithähne, gemeinsam könnt Ihr den Kampf gewinnen!“ (carta.info, Hans F. Bellstedt)

6. „Vom Mythos des Realen“
(vocer.org, Tom Kummer)
Interviewfälscher Tom Kummer hält Objektivität, genauso wie Wahrheit und Wirklichkeit in den Medien, für einen reinen Mythos. „Klar fände ich – und die ganze Kummer-Familie – es heute schön, wäre ich für irgendetwas Seriöses berühmt geworden, etwas, das die Menschheit weiterbringt. Aber ich bin berühmt, weil ich Interviews mit Stars teilweise inszeniert habe.“