Unschuldsvermutung, Chong Tese, Affektsucht

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Journalistisches Feingefühl vs. rechtliche Korrektheit“
(medien-monitor.com, Sophie Mono)
Der Zustand der Gerichtsberichterstattung in Deutschland. Rechtsanwalt Michael Schmuck: „Früher sind Journalisten freiwillig aus dem Gerichtssaal gegangen, wenn es um intime Details ging. Heute wollen viele von ihnen extra dann drinnen bleiben.“

2. „Sextremistinnen“
(heise.de/tp, Peter Mühlbauer)
Peter Mühlbauer macht darauf aufmerksam, dass die Zeitschrift „Emma“ das Wort „Unschuldsvermutung“ als „Unwort des Jahres“ vorschlägt. „Die Unschuldsvermutung ist eine der tragenden Säulen jedes Rechtsstaats. Wer sie ablehnt, der kann schwerlich argumentieren, auf dem Boden des Grundgesetzes zu stehen.“

3. „Wo kommen diese kreischbereiten Dinger her?“
(berliner-zeitung.de, Carmen Böker)
Carmen Böker schaut die VOX-Sendung „Das perfekte Model“: „Wer sich eher nach innen freut, wenn ihm etwas gelingt, der hat im affektsüchtigen Privatfernsehen nichts verloren.“

4. „Kurzer Einwurf: Theaterkuchen“
(spox.com, donluka)
Fußball: Donluka befasst sich mit den Spekulationen der Boulevardzeitungen um den neuen Stürmer des 1. FC Köln: „Herzlich willkommen, lieber Chong Tese! Ich hoffe, Du liest keine ‚Zeitungen‘ und schießt im ersten Spiel ein schönes Tor und zeigt es damit allen Superklugen, Stimmungsmachern und Stammtischbrüllern.“

5. „Liebe Zeitung, so wird das nichts“
(streim.de)
Andreas Streim kommentiert eine ganzseitige Anzeige von die-zeitungen.de (dahinter steht die Zeitungs Marketing Gesellschaft in Frankfurt).

6. „Kann man so sagen“
(hermsfarm.de)
Was nach der ersten Folge von „Shit Girls Say“ folgte.