Weltwoche, Merkur, Feinschmecker

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Dschungelcamp und das ‚Leben danach'“
(sueddeutsche.de, Andreas Bernard)
Andreas Bernard beleuchtet das Leben der Kandidaten nach „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“. „Die eigentliche Krise droht, wenn ein Kandidat nach seiner Abwahl ins mondäne Hotel Palazzo Versace zurückkehrt, gut hundert Kilometer vom Drehort entfernt, und erfahren muss, wie weit seine eigene Wahrnehmung der vergangenen Tage von der kunstvoll zusammengeschnittenen Fernsehrealität abweicht.“

2. „Ab-Turner“
(kessel.tv, Thorsten W.)
Thorsten W. macht auf einen sich durch viele Medien ziehenden Fehler aufmerksam, der den Kandidaten für das Amt des Stuttgarter Oberbürgermeisters betrifft: „Schuld ist wahrscheinlich wie so oft eine ungeprüft übernommene Agenturmeldung.“

3. „Ein trautes Paar“
(zeit.de, Peer Teuwsen und Ralph Pöhner)
Zwei ehemalige Mitarbeiter schreiben über die Schweizer „Weltwoche“: „Parteipolitisch engagiert ist die Weltwoche, und ihre Gesinnung teilt sie mit der Volkspartei. Aber ein schlichtes SVP-Blatt ist sie schon deshalb nicht, weil ihre Loyalität eher Christoph Blocher gilt – nicht der Organisation.“

4. „Stark durch Widerspruch“
(freitag.de, Michael Angele)
Michael Angele spricht mit Christian Demand und Ekkehard Knörer von der Zeitschrift „Merkur“. „Schirrmacher marschiert mit dem FAZ-Feuilleton moral­trompetend nach links – und morgen vermutlich wieder in die andere Richtung. Eine solche Kurzatmigkeit ist nichts für den Merkur, obwohl wir natürlich immer auch auf die Diskurslagen in den Feuilletons reagieren werden.“

5. „Von den Vorzügen, ein Feinschmecker zu sein“
(magda.de, Philipp Maußhardt)
Gastrokritiker Philipp Maußhardt wird von seinen Freunden nicht mehr zum Essen eingeladen. „Und wenn es dann doch einmal gelingt, jemanden zu überreden, dann werde ich meist schon an der Haustüre abgepasst, und der Gastgeber macht ein zerknirschtes Gesicht. Die Kartoffeln seien leider zu weich gekocht oder der Schmorbraten angebrannt. Ich rede dann beruhigend auf ihn ein und sage Sätze wie ‚Passiert mir auch ständig‘ oder ‚Hauptsache, der Wein ist gut‘.“

6. „Wie Apple zukünftige Journalisten kauft“
(deutsche-mittelstands-nachrichten.de)
Ein Foto, das Studenten in einem Hörsaal mit Apple-Laptops zeigt, stammt ursprünglich aus dem Jahr 2007. „Kein anderes Unternehmen versteht es so gut, sich in den Köpfen von Verlagen und Journalisten so festzusetzen wie Apple.“