Inzest-Babys, Küppersbusch, Übersinnliches

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Was ich mir für 2012 von den Medien wünsche“
(behindertenparkplatz.de, Christiane Link)
Christiane Link liefert ein paar Vorschläge zum Umgang mit behinderten Menschen in den Medien: „So lange den Leuten immer wieder vermittelt wird, das Leben mit Behinderung sei in erster Linie ein tragisches Schicksal eines Einzelnen, das die Lebens- und Leistungsqualität so massiv einschränkt, dass nichts anderes wichtiger wäre, wird es schwierig, behinderte Menschen als Bürger, Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder Menschen mit gleichen Rechten anzusehen.“

2. „Die Migranten-Inzest-Babys der ‚Kronen Zeitung'“
(kobuk.at, Hans Kirchmeyr)
Hans Kirchmeyr fragt im AKH Wien nach, ob dort wirklich jedes Jahr „50 kranke Inzest-Babys“, „zumeist Migrantenkinder aus sozial schwachen Familien“, auf die Welt kommen, wie die „Kronen Zeitung“ schreibt. Das Krankenhaus stellt dazu fest, „dass die Aussagen im Krone-Artikel nicht bestätigt werden können und kein Mitarbeiter diese Aussagen getroffen hat.“

3. „Kindergeburtstag um das vermeintlich höchste Amt im Staate“
(dradio.de, Liane von Billerbeck)
Friedrich Küppersbusch spricht in einem Interview ausführlich über „Bild“, Christian Wulff und die deutschen Medien: „Es regen sich jetzt Journalisten auf, die alle beim Autokauf ihren Journalistenrabatt wollen, die alle beim Gratisflug mit der Kanzlerin vorne sitzen wollen, die also alle schon mal auch gerne einen Vorteil mitnehmen.“

4. „BILD, du Schwert und Schild des deutschen Volkes!! Erlöse uns!“
(wolfgangmichal.de)
Wolfgang Michal fragt, warum ein crossmediales Bohei um das „(politisch eigentlich überflüssige) Amt des Bundespräsidenten veranstaltet wird“: „Selbst Blogger sorgen sich neuerdings um ‚die Würde des Amtes‘ und rufen wegen eines zinsgünstigen Hausdarlehens ‚eine Staatskrise‘ aus. So viel deutsches Pathos hätte man den Netz-Feuilletonisten gar nicht zugetraut.“

5. „Redefreiheit für das Übersinnliche“
(tagesanzeiger.ch, Denise Jeitziner)
In der Diskussionssendung „Club“ des Schweizer Fernsehens diskutieren fünf Gäste über Übersinnliches. Keiner von ihnen steht dem Thema grundsätzlich kritisch gegenüber. „Auch Karin Frei selber wollte die Rolle der Kritikerin nicht wirklich übernehmen. Ihre Gäste liess sie – wie bereits in ihren Sendungen zuvor – ausgiebig reden.“

6. „Esoterik-Magazine senken wegen Maya-Prophezeiung Preise für Jahresabos“
(kojote-magazin.de, Satire)