Todesmutter, Kampfflugzeug, Schlammlawine

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Wie begreift man das Unfassbare? – Versuch einer Gegen-Darstellung“
(gangway.de, Andreas Hoch-Martin)
„Die Todesmutter aus Buch“ nennt bz-berlin.de eine 24-jährige Frau, die ihr neugeborenes Kind tötete. Streetworker Andreas Hoch-Martin wirft einen alternativen Blick auf die Situation.

2. „Wie ich Werbung für den Gripen machte“
(20min.ch, Lukas Egli)
Warum und wie Lukas Egli 2009 für das „SonntagsBlick Magazin“ über Kampfflugzeuge schrieb: „Dass bei der Geschichte handfeste Interessen im Spiel waren, war mir damals schon klar. Aber wer im Hintergrund die Fäden zog, überraschte mich dann doch. So viel sei verraten: Es waren nicht finstere Waffenhändler – es waren Journalisten.“

3. „Ich, Postjournalist“
(theeuropean.de, Eberhard Lauth)
Eberhard Lauth erinnert sich an die Zeit, als er noch „an den Futtertöpfen der Musikindustrie (und gelegentlich auch der Filmindustrie) naschte“. „Viele der damals publizierten Stücke basierten auf der unausgesprochenen Übereinkunft, Papier mit Texten über Menschen oder Produkte vollzuschreiben, weil ich dafür auch etwas bekommen hatte. Flüge. Übernachtungen in Hotels. Drinks. Gästelistenplätze mit Begleitung. Kontakt zu Prominenten.“

4. „Die Medienorgel dreht sich weiter“
(dradio.de, Christian Floto)
Christian Floto fragt nach der Wertschöpfungskette in der Causa Guttenberg: „Wer kassiert da in welcher Funktion eigentlich welche Summen? Egal ist das nicht. Denn Rezipienten fragen durchaus mal nach den Motiven von Akteuren. Und da wäre es interessant zu erahnen, ob neben unreifem Narziss vielleicht gar noch Gier mit im Spiel sein sollte?“

5. „Das neue ‘Das Neue’-Bingo“
(stefan-niggemeier.de)
Recherchiert die Zeitschrift „Das Neue“ tatsächlich „so gut wie der ‘Spiegel'“, wie ihr Chefredakteur Jörg Mandt behauptet?

6. „Falscher Alarm löst Panik aus“
(badische-zeitung.de)
„Eine per SMS und über das Internet verbreitete Falschmeldung über eine angebliche Schlammlawine hat in der kolumbianischen Stadt Villavicencio eine Massenpanik ausgelöst.“