Hypo Real Estate, Hans Sarpei, Heimat

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Verschlossene Türen: Intransparenz bei Bad Bank“
(ndr.de, Video, 6:46 Minuten)
Die 2009 verstaatlichte Bankenholding Hypo Real Estate gibt der Öffentlichkeit kaum oder nur sehr eingeschränkt Auskunft. „Die Bad Bank – für ihre Kontrolleure wie für die Öffentlichkeit eine Black Box“.

2. „Befremden über ägyptisches TV-Interview mit Shalit“
(nzz.ch, Kristina Bergmann)
Der freigelassene israelische Soldat Gilad Shalit wird von Shahira Amin für das ägyptische Fernsehen interviewt. „Wegen ihrer erstaunlichen Fragen und der zwielichtigen Umstände fragten sich viele, ob Shalit das Interview freiwillig gegeben hatte.“ Siehe dazu auch jpost.com („The reporter is seated beside an Egyptian flag – as if she were not the interviewer but an Egyptian government interviewee. Schalit, by contrast, sits next to a houseplant“) oder derstandard.at.

3. „Das ‚Blick‘-Girl vom Salon nebenan“
(20min.ch, A. Mustedanagic)
A. Mustedanagic spricht mit einer Frau, die von „Blick“ bei der Wahl des „Girl des Jahres“ als „kaufmännische Angestellte aus Birsfelden“ angepriesen wird. Sie arbeitet aber auch in einem Erotikclub in Zürich.

4. „Angst, Hass, Titten, Hans!“
(schalkefan.de)
Fußballer Hans Sarpei macht Werbung für „Bild“ (1/2). „Er sah die Möglichkeit, durch scheinbar harmlose und scheinbar ironische Werbespots ein Honorar für zwei von ihm ausgewählte soziale Projekte zu generieren. Dass er soziale Projekte unterstützt ehrt ihn. Das macht die Sache – für mich – jedoch nicht besser. Denn am Ende steht Werbung für ein Medium, das ich nicht beworben sehen möchte.“

5. „Sie haben mich gehackt!“
(taz.de, Steffi Dobmeier)
Steffi Dobmeier hat eines Morgens keinen Zugang mehr auf ihr E-Mail- und ihr Facebook-Konto. Ein Protokoll.

6. „Meine Heimat Internet“
(spiegel.de, Sascha Lobo)
Sascha Lobo erinnert sich an seine Ankunft in der „Heimat Internet“: „Da waren Menschen, direkt hinter meinem Bildschirm. Und sie waren mir näher als die meisten in der Offline-Welt. Wo ich zuvor nur auf Medien und Datenbanken von Unternehmen gestoßen war, gab es Leute, die meinen Humor teilten, die diskutierten, die mich liebevoll und weniger liebevoll beschimpften – Menschen, die mich wirklich interessierten.“