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Das Grauen hat einen Namen

Franz Josef Wagner hat einen Liebesbrief geschrieben. Er geht an Joachim „Jogi“ Löw, den „eleganten Bundestrainer, der wunderbar aussieht“. Mit mehr als einer Prise Homoerotik erinnert sich Wagner „an Artikel, in denen es nur um Ihr strahlend weißes Hemd ging“:

Wie lässig es Ihren 50-jährigen Körper bedeckte, auf Taille geschneidert und zu allen Träumen veranlasste.

Dann war der Hype um Ihren blauen Pullover. Sie trugen ihn nackt auf Ihrer Haut.

Einmal in Fahrt, gibt es für Wagner kein Halten mehr:

Und zu Ihrer Schönheit kam das Haar, als hätte Gott jedes einzelne Haar in Ihren Kopf eingepflanzt. Dieses volle Haar. Sie sind 51 und Sie haben kein einziges graues Haar.

So gesehen dürfte Franz Josef Wagner ziemlich enttäuscht gewesen sein, als er den Sportteil jener Zeitung aufschlug, für die er arbeitet:

Keine Farbe mehr! Löw steht zu Grau. Deutschland siegt und siegt. Warum wird denn unser Bundestrainer grau und grauer? Wer Joachim Löw (51) am Fernseher genau beobachtete, sah graue Haare in der vollen Haarpracht und den Koteletten. Der Grund ist einfach: Löw färbt seine Haare schon länger nicht mehr. "Endlich fällt es den Leuten mal auf", sagt er lächelnd. Das dichte Haar hat er übrigens von seinem Vater geerbt.

Im vergangenen Jahr war „Bild“ übrigens selbst noch überzeugt davon, dass Löws Haarfarbe echt sei:

Die dichten schwarzen Haare sind nicht gefärbt. Hat er vom Vater (Beruf Ofensetzer) geerbt.

Mit Dank an Flo M.