Alternativmedizin, Neon, Steve Jobs

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Wie sich Die Presse mit Homöopathie blamiert“
(scienceblogs.de, Ulrich Berger)
Ulrich Berger befasst sich mit dem Artikel „Was die Homöopathie kann – oder auch nicht“. „Die Presse hält die Leser von Artikeln zur Alternativmedizin offenbar für geistig beschränkt – eine Tendenz, die man übrigens auch in anderen Medien beobachten kann.“

2. „Serbisches TV mit falschem Nobelpreisträger“
(kurier.at)
„Eine der echten Internetpräsenz des Nobelpreis-Komitees ähnelnde Seite“ bringt mehrere serbische Medien dazu, nicht Tomas Tranströmer, sondern Dobrica Ćosić als Träger des diesjährigen Literaturnobelpreises zu vermelden.

3. „Wie war nochmal die Frage?“
(griepentrog.org, Hannes Griepentrog)
Hannes Griepentrog liest im „Tübinger Wochenblatt“ eine Umfrage zum Papst-Besuch: „Die Frage ist so offen, dass man alles und nichts darauf antworten kann. Um das zu kanalisieren, gibt es daher verschiedene Antwortvorgaben, die jeweils unterschiedliche Unterstellungen beinhalten.“

4. „Hölle! Hölle! Hölle! Klaut NEON wirklich Themen?“
(christoph-koch.net)
Christoph Koch schreibt zur Nominierung von „Neon“ zum „Freischreiber“-„Hölle“-Preis. „Mal ehrlich: Das hätte man sich bei den Freischreibern früher überlegen müssen, bevor man so scharf schießt.“ Siehe dazu auch: „Wie die Nominierungen für den Himmel-und-Hölle-Preis zustande gekommen sind“ (freischreiber.de).

5. „Falschmeldung in der BZ“
(herthabsc.de)
Werner Gegenbauer, Präsident des Fußballvereins Hertha BSC Berlin: „Der Inhalt dieses Artikels entbehrt jeder Wahrheit. Wir haben uns in der beschriebenen Präsidiumssitzung nicht über die Genehmigung eventueller Neuverpflichtungen unterhalten.“

Hinweis, 13:00 Uhr: Der Beitrag auf herthabsc.de ist inzwischen nicht mehr verfügbar. Auf unsere Anfrage, warum dem so ist, antwortete die Pressestelle: „Natürlich stehen wir noch zu der Aussage. Aber der Artikel stand gestern in der Zeitung. Wir haben gestern darauf reagiert. Nicht mehr und nicht weniger.“

6. „Weltverbesserer für wenige“
(spiegel.de, Stefan Kuzmany)
Was bedeutet es, „den Geschäftsmann Steve Jobs zu einer Art religiöser Figur zu stilisieren, als größten praktischen Philosophen seiner Zeit?“, fragt Stefan Kuzmany. „Was sagt es aus, Jobs ernsthaft und so wie auch in der Apple-Eigenwerbung als einen zu bezeichnen, der die Welt zu einem besseren Ort gemacht hat? Es sagt viel über die Menschen, die das tun.“