Straßenkämpfe, Trinkkonzepte, Konfetti

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Empören wir uns nicht genug, Herr Harpprecht?“
(mediummagazin.de, Annette Milz)
Vom „Einstein“ in der Kurfürstenstrasse bis zum „Borchardt“ in der Französischen Straße sei das Vertrauen und die Vertraulichkeit das gängigste Korruptionsmittel zwischen Medien, Politik und Wirtschaft in Berlin, sagt Klaus Harpprecht: „In Wahrheit sind die vermeintlich exklusiven Informationen meist nur Bestechungsmittel, um Journalisten zu bauchpinseln.“

2. „Pöbler, Drängler, Straßenkämpfer“
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
„Der Straßenkampf – Rüpel-Republik Deutschland“ heißt die Titelgeschichte des aktuellen „Spiegel“. Unter den Linden in Berlin spiele sich das so ab: „Der Wagen sei in Sekundenschnelle ‚umzingelt‘, links und rechts schießen die Radler vorbei, um danach an der Ampel die ‚Poleposition‘ zu suchen und schließlich fahren sie dann demonstrativ nebeneinander und kümmern sich nicht drum, dass sie den Verkehr aufhalten. Muss man nur mal nach Berlin für fahren, um diesen unerträglichen Straßenkampf zu erleben!“

3. „Nachhaltige Vollverblödung“
(wahrheitueberwahrheit.blogspot.com, Thomas)
Auf „Zeit Online“ entdeckt Thomas eine Reklame für Flaschen aus Borosilikatglas, die in umweltfreundlichem, skandinavischen Design daherkommen und ein nachhaltiges Trinkkonzept verfolgen.

4. „Kommentar zur Berichterstattung über den Hirschmannprozess“
(feldstecher.wordpress.com)
Mehrere Schweizer Medien konsultieren in der Berichterstattung über den Prozess gegen Carl W. Hirschmann jun. den gleichen Experten, den Zürcher Anwalt Valentin Landmann: „Seine Konkurrenten im Zürcher Anwaltsverband haben nicht einmal im Ansatz eine vergleichbare Werbefläche.“

5. „Alles kostet Geld, und auch mein Service kostet“
(welt.de, Benjamin von Stuckrad-Barre)
Benjamin von Stuckrad-Barre besucht den ehemaligen ARD-Talker Jürgen Fliege.

6. „9/11“
(blog.bassena.org, H​a​n​s K​i​r​c​h​m​e​y​r)
H​a​n​s K​i​r​c​h​m​e​y​r war am 11. September 2001 in New York: „09:04 – Dichter Qualm: Minuten später wurden mir die glitzernden ‚Konfetti‘ zu dutzenden vor die Füße geweht. Es waren die Akten, Briefe und Notizen jener Menschen, die da oben gearbeitet hatten.“ Zu 9/11 siehe auch die Erinnerungen von Ulrich Wickert („So, und wer ist das? Ich habe keine Ahnung“) und diese neue Verschwörungstheorie („Stecken Verschwörungstheoretiker hinter den Anschlägen vom 11. September?“).