Hokusai, Ürümqi, Women’s Health

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Hokusai und die Linguistik“
(schnellinterkulturell.de, Marco Damm)
„Im Land der aufgehenden Sonne“ (Japan) gebe es „kein Wort für die mörderische Wucht meterhoher Wellenwände, überhaupt kaum Begriffe für Katastrophen“, schreibt Roland Mischke auf mainpost.de. Schnellinterkulturell.de setzt eine Grafik mit den Entsprechungen von Wörtern wie Taifun, Erdbeben, Hochwasser, Erdrutsch, Vulkanausbruch, Hitzewelle und Kältewelle im Japanischen dagegen.

2. „Women’s Health – Zeitlos langweilig“
(kioskforscher.posterous.com)
Der Kioskforscher liest die „Women’s Health“: „Austauschbarkeit Zeitlosigkeit scheint bei den Health-Zeitschriften zum Markenkern zu gehören.“

3. „Richter fördern Presse-Monopol“
(taz.de, Jean-Philipp Baeck)
„Nur eine einzige Journalistin des marktbeherrschenden Weser-Kuriers war geladen, als sich fünf Bremer GerichtspräsidentInnen gemeinsam mit der Generalstaatsanwältin und dem Leiter der Justizvollzugsanstalt zu Sparplänen des Bremer Senats äußerten.“

4. „Hausrecht oder Pressefreiheit?“
(journalist.de, René Martens)
Bundesliga-Vereine machen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen Vorschriften darüber, wer von wo aus dem Stadion berichtet. „De facto wird damit die Pressefreiheit beschnitten, denn selbstverständlich muss ein Journalist das Recht haben, sich privat – bei einem Stadionbesuch ja sogar als zahlender Kunde – an jedem beliebigen Ort aufzuhalten und darüber zu schreiben.“

5. „Entwicklung Leichtathletik-Weltrekorde: Datenjournalismus“
(danieldrepper.de)
Datenjournalismus im Sport: „Im Gegensatz zu brisanten Daten bei harten Recherchen sind Zahlen und Fakten im Sport sehr leicht zugänglich.“

6. „Internetzensur in China – ein Selbstversuch“
(klartext-magazin.de, Friedrich Leist)
Friedrich Leist testet das Web in Ürümqi: „Als Suchmaschine kann man nur baidu.cn aufrufen, Google ist nicht erreichbar. Dafür kommt man auf Spiegel.de oder die Seite der Bildzeitung, bei letzterer sind aber alle Bilder gesperrt.“