Tripolis, Mathe-Nachhilfe, Zentralbanken

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Die Verleger leisten einen unternehmerischen Offenbarungseid“
(leistungsschutzrecht.info, Philip Banse)
„Die Verleger wollen für ihre Unternehmen ein bedingungsloses Grundeinkommen“, sagt Mario Sixtus über das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Siehe dazu auch eine Antwort von Christoph Keese auf presseschauder.de.

2. „Mit Helm und Schutzweste“
(berlinonline.de, Thomas Schmid)
Thomas Schmid berichtet aus Tripolis, dass nur zwei Hotels offen stehen. „Beide hatten kein fließendes Wasser, keine Klimaanlage, kein Zimmerservice, kein Restaurant und verlangten um die 200 Euro pro Nacht. Viele Journalisten schliefen zu zweit in einem Bett, manche sogar zu dritt.“

3. „Das langweiligste Interview des Jahres“
(evangelisch.de, Christian Bartels)
Christian Bartels entdeckt „das langweiligste Interview des Jahres“ – ein Gespräch mit Ulrich Wilhelm, dem Intendanten des „Bayerischen Rundfunks“, in der „Zeit“: „Dieses Interview hätte der Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo jedem Interviewer um die Ohren gehauen und es dann um 90 bis 100 Prozent gekürzt, wenn er es nicht selbst geführt hätte.“

4. „Die vierte Gewalt ist nicht mehr die Presse“
(infosperber.ch, Christian Müller)
„Sie sind eher zu Durchlauferhitzern professioneller Polit-PR und von Lobby-Informationen geworden“, schreibt Christian Müller über die „quotengeilen“ Medien. Nicht sie, sondern die Zentralbanken seien heute die vierte Gewalt.

5. „Daumen hoch für Khan“
(zeit.de, Christoph Gurk)
Mathe-Nachhilfe ist unbeliebt? Nicht auf YouTube.

6. „Zwischen Sorgenkind und Superkrüppel“
(raul.de, Raúl Aguayo-Krauthausen)
Raúl Aguayo-Krauthausen schreibt auf, wie Menschen auf ihn reagieren: „Viele Menschen bemühen sich im Umgang mit Menschen mit Behinderung, nichts falsch zu machen und wirken manchmal etwas hilflos und verkrampft. Als überkompensatorisches Verhalten dient mitunter übertriebene Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Bewunderung. Erfolge, die ich zu verzeichnen hatte, wurden stets übergebührlich hervorgehoben und übertrieben gelobt.“