Süddeutsche Zeitung, ORF, Feuchtgebiete

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Versicherungs-PR in der Süddeutschen“
(nachdenkseiten.de, Jens Berger)
Jens Berger liest in der „Süddeutschen Zeitung“ einen Beitrag über die Berufsunfähigkeits-versicherung und fragt sich, „warum die SZ einen derart unkritischen PR-Artikel im redaktionellen Teil veröffentlicht“. „Im schlimmsten Fall handelt es sich hierbei um ein sogenanntes ‚Advertorial‘, also einer Mischung aus Werbung und redaktionellem Inhalt, für den ein Kunde gezahlt hat. Im besten Fall versucht die SZ ‚lediglich‘ das zu erreichen, was in den Hochglanzprospekten für potentielle Anzeigenkunden gerne als ‚werbefreundliches Umfeld‘ beschrieben wird.“

2. „ORF verpasst sich Verhaltenskodex und Ethikrat“
(redakteur.cc, Elmar Leimgruber)
Der ORF führt einen „Verhaltenskodex für journalistische Tätigkeit bei der Gestaltung des Inhalteangebots“ (PDF-Datei) ein.

3. „How to Correct Social Media Errors“
(pbs.org, Nathan Gibbs, englisch)
Nathan Gibbs erklärt, wie man Fehler in Sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook oder Google+ korrigiert: „Capture the error. Publicly acknowledge the error. Reference the error in the correction. Notify those who shared the error. Repeat the correction.“

4. „Have No Fear, England’s Here“
(thedailyshow.com, Video, 7:48 Minuten)
Jon Stewart und John Oliver fassen nochmals zusammen, was zur Einstellung von „News of the World“ geführt hat.

5. „Bestseller mit Ansage“
(zeit.de, Ursula März)
Ursula März blickt zurück auf den „Ultrabestseller“ „Feuchtgebiete“: „Der eigentliche Zündfunke für die Erfolgsgeschichte des Buches lag in der Synergie von Internet, Talkshow-Auftritten der Autorin, Interviews in Magazinen wie Spiegel oder Playboy. Das bürgerliche Feuilleton, auch das zeigt der Rückblick, spielte eine eher untergeordnete Rolle. Anders gesagt: Die Feuchtgebiete machten nicht nur die Hämorrhoiden der Ich-Erzählerin Helen Memel anschaulich, sondern auch den Strukturwandel der literarischen Öffentlichkeit und des Buchmarkts.“

6. „Männer und Technik“
(dasnuf.de)
„Männer haben nicht mehr Ahnung von Technik. Sie haben eventuell mehr Erfahrung, mehr Geduld u./o. Interesse. Sie trauen sich mehr, machen vorher Backups und wissen wie man den Ursprungszustand wiederherstellt. Und ganz wichtig: Sie sagen nicht andauernd: ‚Oh nein, wie dumm von mir‘ oder ‚Hups! Ich hab gar nichts gemacht, aber jetzt ist alles kaputt.'“