Spiegel, DSK, Bagelheads

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Spaß und Spannung mit Adolf und Josef“
(blaetter.de, Uli Gellermann)
Uli Gellermann vermisst in der „Spiegel“-Titelgeschichte „Bruder Todfeind“ vom 11. Juni einige Fakten. Es kommt ihm ausserdem vor, als werde „der Krieg Deutschlands gegen die Sowjetunion, der vor 70 Jahren begann, zu einem sportiven Duell zwischen Josef und Adolf.“ Zum aktuellen „Spiegel“-Titel „Die digitale Unterwelt“ siehe „Welcome to Germany. ‚Der Spiegel‘ in Full Retard Mode“ (davaidavai.com, englisch).

2. Interview mit Christian Stöcker
(basicthinking.de, Jürgen Vielmeier)
Wie geht Christian Stöcker, Ressortleiter „Netzwelt“ von „Spiegel Online“, mit Fehlern um? „Fehler machen wir natürlich auch, und es ist klar, dass sich das nie ganz vermeiden lassen wird. Unser Anspruch besteht darin, dem Leser das Beste zu liefern, was unter den aktuellen Umständen drin ist – was auch bedeutet, dass wir schnellstens und transparent korrigieren, wenn tatsächlich mal ein Fehler auf der Seite gelandet sein sollte.“

3. „Achtet mir die Blogger“
(kundenkunde.de, Peter Soltau)
Henrik Böhme von dw-world.de reagiert auf einen kürzlich angebrachten Plagiatsvorwurf.

4. „Neue Medienmode lateinamerikanischer Potentaten“
(faz.net, Josef Oehrlein)
Wie der Präsident von Venezuela, Hugo Chávez, mit Medien umgeht. „Für ihn zählt nur der direkte Kontakt zu seinem Publikum, dem ‚Volk‘. Dazu braucht es für ihn weder Regierungssprecher noch Journalisten. Bei Pressekonferenzen, so sie überhaupt noch stattfinden, sind Journalisten bloße Stichwortgeber für schier endlose Monologe.“

5. „DSK darf wieder lächeln“
(katrinschuster.de)
Die Berichterstattung der Medien über die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Dominique Strauss-Kahn: „Offenbar will man einfach nicht wahrhaben, dass Journalisten weder der Exekutive noch der Judikative angehören. Und wenn Medien einen Angeklagten erst als schuldig vorstellen, noch bevor die Ermittlungen begonnen haben, um es dann ’spektakulär‘ zu nennen, wenn während der Ermittlungen Zweifel an dieser Schuld aufkommen, wird auch ihre Befähigung zur Ausübung der so genannten Vierten Gewalt in dieser unserer Gesellschaft des Spektakels ziemlich fraglich.“ Siehe dazu auch Stefan Niggemeier, der Artikel in „Stern“ und „Spiegel“ analysiert.

6. „Und um das Sommerloch: ein Bagel“
(snoeksen.blogspot.com)
Bild.de berichtet über „Bagelheads“: „Nur: zum einen ist es kein wirklicher Trend, neu ist es auch nicht und aus Japan… naja, entstanden ist es zumindest woanders.“