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Wie sich „Bild“ gegen ein „Bild“-Opfer wehrt

In der kommenden Woche wird die Axel Springer AG vermutlich zu mindestens 50.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt, weil die Münchner „Bild“-Zeitung die Persönlichkeitsrechte einer Frau in „schwerwiegender Weise“ verletzt und sie auch noch beleidigt habe. Das Landgericht München I verkündet am Mittwoch das Urteil in einem seit zweieinhalb Jahren laufenden Rechtsstreit.

Die Geschichte dieses Falls ist nicht nur eine Geschichte darüber, wie „Bild“ berichtet und mit welchen Methoden sie recherchiert. Es ist unserer Meinung nach vor allem eine Geschichte darüber, mit welchen Methoden sich der Verlag dagegen wehrt, Verantwortung für die Folgen seines Handelns zu übernehmen — und mit welchem Zynismus er Beleidigungen in die „Erweckung von Mitgefühl“ uminterpretiert.