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Wagner steht Kopf

Instinktkolumnist Franz Josef Wagner hat natürlich auch zum überraschenden Tod vom „lieben armen Eisbären Knut“ eine Meinung:

Ich hasse Zoos. Ich hasse Gefängnisanstalten für Tiere. Die Zoodirektoren sollten in ihre Zoogefängnisse eingesperrt werden. Freiheit für alle gefangenen Tiere. Was für eine schöne Welt wäre das.

Das ist immerhin insofern überraschend konsequent, als Wagner, der sonst dazu neigt, sich selbst zu widersprechen, schon seit Jahren bei jeder Gelegenheit gegen die Haltung von Zootieren wettert.

Leider weiß Wagner zumindest im Falle Knut nicht, wo diese „Freiheit für alle gefangenen Tiere“ denn eigentlich genau wäre:

Knut war auch so ein Gefangener. Von seiner Heimat, der Antarktis, wusste vielleicht seine DNA. Im Eis leben, unter Eisschollen Robben fangen, im Schnee wandern.

Knut hätte in der Antarktis, also am Südpol, zwar durchaus „Robben fangen“ und „im Schnee wandern können“, er wäre dabei aber wohl ziemlich einsam gewesen. Denn Eisbären, das weiß doch jedes Kind, wohnen am Nordpol, also in der Arktis.

Immerhin ist auch das konsequent, nachdem Wagner schon vor ziemlich genau vier Jahren in seinem Brief an das „liebe Eisbär-Baby Knut“ geschrieben hat:

Man hat Dir Antibiotika gespritzt, weil es in der Antarktis keine Viren und Bakterien gibt.

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber!