Auch bei den Moslems hat die Wurst zwei II

Es ist doch merkwürdig. Gestern noch berichtete „Bild“ groß in ihrer Hannover-Ausgabe, dass diverse Experten „empört“ seien ob der Tatsache, dass eine Schulleiterin einen Neunjährigen Schüler zu einer Stunde Müllsammeln verdonnert hatte (wir berichteten).

Und heute heißt es in „Bild“-Hannover plötzlich:

"Strafe für Würstchen-Geschenk an Moslem-Mitschüler: Warum hilft keiner dem kleinen Philipp?"
Von Politikern und Experten kommt keine Hilfe für Philipp.

Die Zitate in „Bild“

Honey Dehimi: „Man sollte abwarten, bis der Fall geklärt ist, um sich eine abschließende Meinung zu bilden.“
Landesschulbehörde: „Wir gehen der Sache nach. In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Kultusministerium überlegen wir, wie wir reagieren werden.“
Maria Böhmer: „Der Fall zeigt, wir stehen vor einer neuen Situation, auf die die Schulen besser vorbereitet werden müssen.“
Heister-Neumanns Sprecherin: „Unsere Recherchen sind noch nicht abgeschlossen, deshalb äußern wir uns nicht dazu.“

„Bild“ hat versucht, noch mal von der Landesschulbehörde eine Stellungnahme zu bekommen, von der Landesbeauftragten für Integration Honey Deihimi, von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer und sogar vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff. Wulff „äußert sich zu dem Vorfall nicht“, stellt die „Bild“-Zeitung enttäuscht fest. Ähnlich konsterniert reagiert sie auf die Äußerungen der anderen Befragten:

Nichts sagen will zum jetzigen Zeitpunkt eben so Honey Dehimi: (…). Auch bei der Landesschulbehörde gibt man sich wortkarg. (…) Wenig hilfreich ist auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Dr. Maria Böhmer (57): (…)

"Ministerin schaltet sich ein!"Und heute ist „Bild“ sogar von Schulministerin Elisabeth Heister-Neumann enttäuscht. Dabei gehörte die doch gestern noch quasi zu den empörten Experten und „Bild“ hatte groß vermeldet „Ministerin schaltet sich ein!“ (siehe Ausriss) Heute dagegen:

Elisabeth Heister-Neumann (52, CDU) schweigt.

Man könnte also sagen, die „Politiker und Experten“ tun heute genau das, was alle von Anfang an hätten tun sollen: Sie bilden sich kein Urteil über etwas, dessen Hintergründe sie nicht, oder nur aus oder von der „Bild“-Zeitung kennen.

Dennoch steht der „kleine Philipp“ nicht ganz alleine da. Unterstützung findet er vor allem auf islamfeindlichen Internetseiten wie beispielsweise „politically incorrect“. Außerdem meldet sich die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro Hannover zu Wort. Unter Bezugnahme auf die „Bild“-Zeitung fordert sie in einer Pressemitteilung „Gerechtigkeit für den kleinen Philipp“.

Übrigens: Das Foto des „kleinen Philipp“, das „Bild“ heute wieder abdruckt und das ihn beim vermeintlichen Müllsammeln mit Eimer und Grillzange (!) auf dem Schulgelände zeigt, wurde nach unseren Informationen ohne Genehmigung der Schulleitung gemacht – ebenso das von „Bild“ abfotografierte Foto der Schulleiterin, das immerhin verpixelt ist.

Mit bestem Dank für die kollegiale Unterstützung an die „Leine-Zeitung“.