Wolf schneidert sich ins eigene Fleisch

Anlässlich des heutigen „Internationalen Tags der Muttersprache“ hat „Bild“ ein Interview mit dem Sprachkritiker Wolf Schneider geführt.

Schneider, der „Bild“ in seinen Büchern gerne für die „kurze, klare Sprache“ lobt, nennt in dem Interview Beispiele für englische Begriffe im deutschen Sprachgebrauch:

BILD: Fordert die Internationalität von Großunternehmen nicht englische Fachausdrücke? Schneider: (...) Wo es Landesgesetze verlangen, wird in die Landessprache übersetzt. Warum nicht auch hier? Dass die Deutsche Post ihre deutsche Pressestelle im deutschen Bonn "Central Editorial Team" nennt, ist kein Ausdruck von Internationalität, sondern einfach nur dämlich.

Zwar gibt es bei der Deutschen Post tatsächlich ein „Central Editorial Team“; es ist aber als Unterabteilung der „Internen Kommunikation“ (die ihrerseits eine Unterabteilung der „Konzernkommunikation“ ist) für englischsprachige Mitarbeiterkommunikation zuständig, wie man uns in der Pressestelle der Deutschen Post auf Anfrage erklärte.