Taxi in Berlin, Daily Mail, Focus

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Der große Berliner Taxi-Murks“
(gestern-nacht-im-taxi.de, Sash)
„Der große Berliner TAXI-Test“ von „Bild“ bewegt Sash, ein Taxifahrer aus Berlin-Marzahn, zu einer Reaktion. „Wer die Namen der Fahrer durchliest, stößt auf 9 Namen, davon 7 türkische, einen arabischen und einen ivorischen. Die anderen 9 heißen ‚Fahrer‘, ’netter Fahrer‘, ‚Uriger Berliner‘ usw.“

2. „Kanzlerfotograf will ‚Focus‘ verklagen“
(sueddeutsche.de, Marc Felix Serrao)
Die Anwälte des Fotografs Konrad Rufus Müller fordern vom „Focus“, „das Cover mit dem Bild aus der vergangenen Woche (‚Kohls Sohn bricht sein Schweigen‘)“ nicht mehr zu verbreiten, weil die darauf von Helmut Kohl eingenommene Pose an ein Bild von Müller erinnert. „Die Streit wirkt bizarr, könnte für die Medienbranche aber Folgen haben. Es geht um die Frage, ob es so etwas wie ein Recht an einer Pose gibt.“

3. „A True Story Of Daily Mail Lies“
(nosleeptilbrooklands.blogspot.com, Juliet Shaw, englisch)
Ausführlich berichtet Juliet Shaw über das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit der „Daily Mail“. „I earned a reputation within my community for being a fantasist and a liar, and spent the next two years learning the intricacies of the laws of defamation and in order to try and salvage what was left of my reputation.“

4. „Déjà-vu in Kairo“
(blogmedien.de, Horst Müller)
Horst Müller findet, die Zuschauer sollten wissen, „woher die Bilder stammen, die in Korrespondentenberichten gezeigt werden. Schließlich ist Transparenz ein wesentliches Merkmal für journalistische Qualität und sollte gerade im gebührenfinanzierten Fernsehen eine Selbstverständlichkeit sein, auch – und gerade in Krisensituationen.“

5. „Ab nach Tunesien – was freie Journalisten beachten sollten: Ein aktueller Bericht aus Tunis“
(frei.djv-online.de, Sarah Mersch)
Durch die Auflösung des Kommunikationsministeriums hat sich die Situation in Tunesien für Journalisten verändert: „War es früher oft ein Ding der Unmöglichkeit, Stimmen von ‚Otto Normalverbraucher‘ zu bekommen, bildet sich inzwischen schnell eine Menschentraube, sobald man Mikro oder Kamera auspackt.“

6. „CLASSIC: Fox News Egypt FAIL“
(failblog.org, Screenshot)