Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus

Immer wenn man denkt, dass bei „Bild“ nur gewissenlose Söldner arbeiten, dann kommt so ein Ding und man merkt, dass alles noch viel schlimmer ist:

So brummt das miese Geschäft mit der toten Cora

Sie ist noch nicht einmal beigesetzt, und schon fallen die Geier über ihr Vermächtnis her: Das miese Geschäft mit den Filmen des toten Busenstars Carolin Wosnitza (23) alias „Sexy Cora“ brummt wie nie. Was für eine geschmacklose Geschäftemacherei! Neun Tage nach dem Tod der Ex-Bewohnerin des TV-Containers „Big Brother“!

Die Autoren Mark Bittner, John Puthenpurackal und Ingo Wohlfeil kritisieren die Tatsache, dass sich DVDs mit „Sexy Cora“-Pornofilmen zur Zeit so gut verkaufen wie noch nie. Auch der Witwer und frühere Manager der Verstorbenen bekommt sein Fett dafür weg, dass er nach dem Tod seiner Frau noch einen weiteren „Sexy Cora“-Film auf den Markt bringt.

Die Empörung wäre vielleicht etwas glaubwürdiger, wenn nicht „Bild“ selbst durch reißerische Artikel in hoher Schlagzahl von Coras Tod profitieren würde — und zwar mit einer täglichen Serie, über der auch die Namen Bittner und Puthenpurackal stehen.

So sah die Titelseite von „Bild“ am Montag aus:

Am Dienstag beschrieb „Bild“ Coras Weg ins Rotlicht-Milieu, am Mittwoch ging es um ihren „tödlichen Busen-Wahn“ und am Donnerstag standen „Die letzten Stunden im Leben von Cora (†23)“ auf dem Programm. Auf Bild.de sind diese Artikel wie gewohnt mit wechselnden Titten-Klickstrecken und Videos garniert und rangieren in der Regel in den Top 5 der meistgelesenen Artikel.

Bei all der medialen Aufmerksamkeit für „Sexy Cora“ ist es dann auch kein Wunder, dass die DVD-Verkäufe anziehen.

Übrigens, raten Sie mal, mit was für einer Anzeige Bild.de in den Klickstrecken des Erotik-Ressorts ein „mieses Geschäft“ macht:

Sexy Cora aus dem TV-Container

Mit Dank an die vielen, vielen, vielen Hinweisgeber!