Spiegel Online, Christoph Lütgert, Auswanderer

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Doch keine ‚Matrix‘-Fortsetzung“
(spiegel.de, twi)
„Spiegel Online“ gibt zu, ein Gerücht der Website „Ain’t it cool News“, die „Matrix“-Filmreihe würde in zwei Teilen fortgesetzt, weiterverbreitet zu haben: „Die Meldung ging um den Globus – auch SPIEGEL ONLINE berichtete. Bloß: Sie ist eine Ente.“

2. „Alle besoffen bei der Bundeswehr!“
(rockbär.de, Sebastian Pertsch)
Sebastian Pertsch fragt sich, warum „Spiegel Online“ einen Artikel über Mutproben in der Bundeswehr zur Topmeldung macht: „Die zahl­rei­chen ‚Mut­pro­ben‘, die der Spie­gel in seinem Ar­ti­kel auf­führt, sind al­le­samt keine Neu­ig­kei­ten, auch wenn dies der Ar­tikel auf der me­dia­len Nr. 1 sug­ge­rierte. Es sind schlimme Ein­zel­fälle, die re­gel­mä­ßig in den Wehr­be­richten auf­tau­chen.“

3. „Pietät ist, wenn….“
(lastknightnik.wordpress.com, Nik)
Nik kommentiert die Meldung von sueddeutsche.de, Carolin Wosnitza sei „während ihrer Brust-OP an Hirnlähmung“ gestorben.

4. Interview mit Christoph Lütgert
(meedia.de, Christine Lübbers)
Christoph Lütgert hält die rechtlichen Aktivitäten von Carsten Maschmeyer für Einschüchterungsversuche und findet, dass er sich „nicht unbotmäßig verhalten habe“. „Maschmeyer ist eine Person der Zeitgeschichte. Da geht es nicht an, dass man das nicht darstellen kann, nur weil er sagt, dass er uns nicht antwortet. Ich finde, er ist der Öffentlichkeit Rechenschaft schuldig.“

5. „Die Lust am Lager“
(katrinschuster.de)
„Die zweifellos erfolgreichste räumliche Ordnung des aktuellen Fernsehens“ sei das Lager, schreibt Katrin Schuster, ganz gleich, ob man den jeweiligen Raum nun als „Bandhouse“, „Dschungelcamp“ oder „Model-WG“ tituliere. Dieses „‚Ist schon okay, wenn ihr das guckt, das tue ich doch auch‘ der Journalisten, das sich mittlerweile als Umgang mit solchen Sendungen durchgesetzt“ habe, kann sie nicht mehr hören. „Denn gerade Zynismus scheint mir in diesen Fällen keine angemessene Haltung, und ein Journalist, der solche Äußerungen ernst meint, hat imho seinen Beruf komplett verfehlt.“

6. „Schade, Deutschland, ich bin weg“
(taz.de, Cigdem Akyol)
„Deutschland ist längst kein Einwanderungsland mehr, sondern Auswanderungsland. Vor allem die Qualifizierten gehen – Deutsche wie andernorts Geborene -, die weniger Qualifizierten bleiben.“