Guttenberg, Maschmeyer, Call-In-Shows

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Der Guttenberg-‚Bild‘-Komplex“
(taz.de, Stefan Reinecke)
Stefan Reinecke zur Rolle von „Bild“ bei der Suspendierung des Kapitäns der Gorch Fock durch Verteidigungsminister zu Guttenberg: „Die Entscheidung, den Kapitän zu feuern, hat Guttenberg am Freitagabend getroffen. Direkt nachdem das Blatt ihn informiert hatte, dass es die Geschichte noch mal groß herausbringt. Im Gegenzug lobt das Boulevardblatt zwei Tage später die Entschlusskraft des Ministers über den grünen Klee und denunziert Kritiker von FDP bis Linkspartei als Nörgler und Kleingeister, die bloß neidisch auf dessen Popularität sind.“ Zu zu Guttenberg siehe auch: „Kosten der Sat.1 Guttenberg-Talkshow in Mazar-E-Sharif“ (blog.die-linke.de, 13. Januar).

2. „Ein Großangriff auf die Pressefreiheit“
(faz.net, Michael Hanfeld)
Michael Hanfeld schreibt auf, was Carsten Maschmeyer gegen den „Panorama“-Film „Der Drückerkönig und die Politik“ (ndr.de, Video, 28:17 Minuten) unternimmt. Siehe dazu auch „Wie sich Maschmeyer in den Medien inszeniert“ (ndr.de, Video, 8:49 Minuten).

3. „Maulwurf-Moderator fuhr TV-Quiz gegen die Wand“
(grenzecho.net, Boris Cremer)
Ein Magazin des flämischen TV-Senders VRT deckt mit einem Undercover-Moderator Praktiken von Call-In-Shows auf: „De Winne stand ein halbes Jahr lang für die Call-in-Show ‚Quizzit‘, die von den Privatsendern VTM und 2BE ausgestrahlt wird, vor der Kamera und köderte Zuschauer, die mit kostenpflichtigen Anrufen versuchten, ein fast unlösbares Rätsel zu lösen.“ Das Video dazu gibt es hier: „Undercover bei den Fernseh-Anrufquizzen“ (wortfeld.de, Video, 38:36 Minuten)

4. „Warum Medien Themen tagelang durchkauen und was das Internet damit zu tun hat“
(griess.wordpress.com, Andreas Grieß)
Andreas Grieß zeigt auf, warum Online-Medien und Zeitungen banale Themen immer noch ein Stück weiterdrehen.

5. „Warum diese Verachtung?“
(taz.de, Jutta Winkelmann)
„Zum Kotzen“ findet Jutta Winkelmann „die ganze Scheinheiligkeit, Bedenkenträgerei und dieses gehässige Vornehmgetue und die Gefühllosigkeit“ der Kritik an den Kandidaten der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. „Mehr als jeder Rattenschwanz – und Schlangenbackenhodendrink ist diese herrschende Selbstgerechtigkeit- und Selbstgefälligkeit eklig! Und damit sind auch die Medien gemeint, die absahnen und verächtlich lästern. Sie und die ganze Nation mit, heult wegen jämmerlichen 50.000 Scheißeuros auf, die die Dschungelbewohner bekommen.“

6. „Fast ein Jahr“
(fragmente.twoday.net)
Frau Fragmente sucht und findet einen Job.