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Nach Hausdorf telefonieren!

Er ist wieder da!

Auf der Welt fallen die Vögel tot vom Himmel, und der bei „Bild“ für alles Außerirdische, Übersinnliche und Nichtverstandene zuständige Redakteur Attila Albert hat seinen alten Kumpel Hartwig Hausdorf gefragt, woran das liegen könnte.

Mysterien-Forscher Hartwig Hausdorf (54, „Animal Psi“): „Was auffällt: Betroffen sind Tiere, die sich bei ihren Routen am Magnetfeld orientieren. Es scheint, als hätte eine starke Kraft sie abgelenkt.“

Unter Verdacht: Die US-Forschungsanlage HAARP (schickt für Militärtests elektromagnetische Wellen in die Atmosphäre). Sie besteht aus 180 gekoppelten Sendern, die künstliche Polarlichter erzeugen können — und sogar Erdbeben auslösen, wie viele glauben.

Attila fragt deshalb:

Stecken geheime Experimente mit Ultraschall hinter dem rätselhaften Tiersterben der letzten Tage?

… was man schon deshalb verneinen kann, weil HAARP nicht mit Schall-, sondern mit Radiowellen arbeitet. „Kurzwelle“ hätte aber womöglich als Schlagwort zu harmlos nach sechziger Jahren geklungen.

Tatsächlich gibt es Leute, die glauben, dass die HAARP-Experimente für ungefähr jede Naturkatastrophe verantwortlich sind. Für Hartwig Hausdorf steckte HAARP auch hinter dem „Asche-Monster“, das im vergangenen Frühling nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull über Europa hing: Geheim-Experimente mit „seismischen Waffen“ sollen „direkt auf die Kontinentalplatten wirken“, zitierte ihn „Bild“ damals.

Die Art, wie „Bild“ seine Erkenntnisse präsentierte, konnte bei kritischen Geistern allerdings leichte Zweifel an seiner Seriösität wecken:

Hausdorf war natürlich trotzdem erste Wahl, Attila Albert und den „Bild“-Lesern im Mai 2010 zu erklären, warum die Signale von der Raumsonde Voyager 2 plötzlich in einem unbekannten Format an die Erde zurückkamen:

Alien-Experte Hartwig Hausdorf (54, „Ufos — Sie fliegen immer noch“): „Es scheint fast, als hätte jemand die Sonde umprogrammiert oder entführt — vielleicht, damit wir noch nicht die ganze Wahrheit erfahren …“

Die ganze Wahrheit kam dann wenige Wochen später heraus: Es hatte einen Fehler im Speicher des Systems zur Datenübertragung auf der Voyager gegeben. Wer kann sowas ahnen! Die Panne ließ sich relativ leicht beheben, die Voyager 2 sendet seitdem wieder brav die Daten im richtigen Format an die Erde; in „Bild“ stand von dieser unwahrscheinlichen Auflösung natürlich nichts.

PS: Wo wir schon dabei sind, vervollständigen wir gerade noch unser Archiv der übersinnlichen Erscheinugen von Hartwig Hausdorf in „Bild“. Langjährige BILDblog-Leser kennen ihn noch aus dem Klassiker „Mars jetzt mit neuer Füllung“, in dem er erklärte, dass die grünen Männchen im Mars leben, sowie der dazu leicht widersprüchlichen Fortsetzungsgeschichte „Mars-Füllung macht mobil“.

  • Im September 2008 erklärte er, dass es sich bei den kleinen weißen Punkten, die man auf Fotos häufiger sieht, womöglich nicht um Staub handelt, sondern um verwaiste Seelen, die die Kugelform wählen, um beim Wandern zwischen den Welten möglichst wenig Energie zu verbrauchen: „Tatsächlich gibt es die Idee, Orbs wären intelligente, bewegliche Wesen oder Geister, die der Kamerablitz kurz sichtbar gemacht hat.“
  • Und ein Jahr später lieferte er Attila Albert den Vorwand für die Schlagzeile: „UFO-Forscher sind sicher: Aliens suchen in China nach Verwandten“.