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„Bild“ bringt Hannelore Kraft in Schwulitäten

Was es alles für interessante Medien gibt:

Auf Seite 22: Ein Bericht von Dreharbeiten für einen Schwulen-Porno. Auf Seite 24: Vollejakulierte Männerunterhosen. Auf Seite 36: Ein Interview mit Hannelore Kraft (49, SPD)…

WO IST UNSERE MINISTERPRÄSIDENTIN DENN DA REINGERATEN?

Ja, wo?

Die naheliegendste Antwort wäre natürlich: In „Bild“, wo Politiker-Interviews gerne mal von Berichten über Porno-Drehs und Artikeln über merkwürdige Fetische flankiert werden.

Wirbel um Kraft-Interview in Schniedel-MagazinDoch Frau Kraft hat nicht mit „Bild“ gesprochen:

Fakt ist: Das Schwulenmagazin „Männer“ (7,95 Euro, gibt’s am Kiosk) hatte Frau Kraft um ein Interview gebeten. Nur ahnte in Krafts Stab niemand, was in dem Heft so abgeht!

(Wir können nur vermuten, wie sehr sich die Redaktion gefreut hat, als ihr die Formulierung „Krafts Stab“ eingefallen ist.)

Vielleicht war „Bild“ einfach sauer, dass es noch andere Medien gibt, die Berichte zum Weltgeschehen mit Sex-Geschichten kombinieren. Vielleicht ist es für „Bild“ ein Unterschied, ob Politiker mit Titten-Zeitungen oder mit Schniedel-Magazinen reden. Oder es stimmt einfach, dass den „Bild“-Mitarbeitern ein Gen fehlt und sie deshalb nicht in der Lage sind, die Widersprüchlichkeit ihres eigenen Schaffens zu bemerken.

Mit Dank an Heinz M., Thomas H. und egal.