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Der „Bild“-Feldzug gegen Andreas Türck

"TV-Star Andreas Türck: Vergewaltigungs-Anklage"Sicher erinnern Sie sich noch an Andreas Türck. An den Moderator, dessen Fernseh-Karriere abrupt endete, als bekannt wurde, dass wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt wurde. Das war im Frühjahr 2004. Im August 2005 wurde ihm der Prozess gemacht, der einen Monat später mit einem Freispruch endete.

Für die „Bild“-Zeitung allerdings, die sowohl die Ermittlungen als auch das Strafverfahren — wie auch viele andere Medien — minutiös begleitet hatte, war Türck von Anfang an schuldig. (Ebenso wie Katharina B., das vermeintliche Opfer.) Dabei stand die Anklage der Staatsanwalt auf so wackligen Beinen, dass der Prozess nach Meinung vieler Beobachter nie hätte eröffnet werden dürfen.

Absurderweise teilte offenbar auch die „Bild“-Zeitung diese Ansicht: Nachdem sie monatelang fast täglich über intimste Details aus den Aussagen von Zeugen, dem vermeintlichen Opfer und dem Angeklagten berichtet hatte, schrieb Marion Horn, damals stellvertretende Chefredakteurin von „Bild“, Andreas Türck und Katharina B. seien Opfer einer Justiz, „die diesen Prozess zuließ und vier Wochen lang ein schmutziges Gerichtsspektakel inszenierte“.

Nun, gut zwei Jahre später, hat sich die Journalistin Sabine Sasse die damalige („Bild“-)Berichterstattung noch einmal vorgeknöpft und beschreibt sie als „einen regelrechten Diffamierungsfeldzug gegen Türck, in dem auch gleich die unfreiwillige Nebenklägerin Katharina B. schwer beschädigt wurde“: