Ungarn, APA, Tatort

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Julian Assange, Bradley Manning, Alvar Freude und Rolf Schälike“
(heise.de/tp, Peter Mühlbauer)
Peter Mühlbauer erklärt, warum diese vier für ihn „die Männer des Jahres aus Sicht der Presse-, Rede- und Informationsfreiheit“ sind.

2. „Gleichschaltung durch die Fidesz-Regierung“
(nzz.ch, Charles E. Ritterband)
Das ungarische Parlament beschliesst ein neues Mediengesetz: „Die Redaktionen der öffentlichrechtlichen elektronischen Medien werden weitgehend aufgelöst. Zugleich wurde eine ‚Medienverfassung‘ erlassen, welche private Medien – auch Printmedien und Internetforen – an die Kandare nimmt und sie zu ‚ausgewogener‘ Berichterstattung und ‚politischer Unparteilichkeit‘ verpflichtet. Im Falle von Verstössen kann die Medienbehörde Geldbussen in Höhe von umgerechnet bis zu 90 000 Euro verhängen oder Zeitungen und Sendestationen schliessen lassen.“

3. „Presserat missbilligt BILD-Berichterstattung“
(truckonline.de)
Eine Klage über die Berichterstattung von „Bild“ beim Presserat hat eine Missbilligung zur Folge. „Der Beschwerdeausschuss 1 gelangt zu dem Ergebnis, dass die BILD – Zeitung mit Ihrer Berichterstattung unter der Überschrift ‚Brummifahrer tot im Bordell‘ auf der Titelseite, sowie der fortgesetzten Berichterstattung unter der Überschrift ‚Als diese Hure sich auszog, kippte der Trucker um‘ im Innenteil der Ausgabe gegen die Ziffer 8, Richtlinie 8.1 verstoßen hat.“

4. „Traditionelle Journalisten recherchieren ‚besser'“
(markuskienast.com)
Markus Kienast sieht einen Text der Nachrichtenagentur APA über einen „Guardian“-Artikel zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Julian Assange falsch zusammengefasst. „Es wird hier suggeriert, es hätten nach dem ersten konsensualen Sex, weitere nicht konsensuale Sexualakte mit Frau A stattgefunden.“

5. „Tatort: Nie wieder frei sein.“
(nerdcore.de, René)
René empfiehlt mit Nachdruck den Tatort „Nie wieder frei sein“ (ardmediathek.de, Video, 88 Minuten) vom vergangenen Sonntag.

6. „Cyrano 2.0“
(volkerstruebing.wordpress.com)
Volker Strübing mag sich nicht ärgern über wetterbedingte Zugverspätungen: „Der Mann von Welt macht es wie ich: Ich habe mich auf zwei Stunden Verspätung eingestellt und die Bahn hat es in anderthalb Stunden Verspätung geschafft. Da habe ich mich gefreut.“