Samuel Koch, Stellenangebote, Tombola

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Wir wurden sogar bedroht“
(20min.ch, Felix Burch)
Das Paraplegiker-Zentrum in Nottwil muss wegen aggressiv agierenden deutschen Medienvertretern einen Sicherheitsdienst aufbauen. Die Familie des in der Sendung „Wetten, dass..?“ verunfallten Samuel Koch musste mehrmals umplatziert werden, Mitarbeiter wurden bedroht. Und „weil man habe annehmen müssen, dass sich bereits Journalisten in der Klinik aufgehalten hatten, habe man als Erstes Sicherheitsleute rund um die Intensivstation postiert“.

2. „Samuel Koch – Sensationsgeilheit und die Frage nach dem Arztgeheimnis“
(solean.blog.de)
Solean fragt sich, wie die Berichterstattung zu Samuel Koch mit dem Datenschutz zu vereinbaren ist: „Gerade die Medien, oder auch die Vertreter, denen Datenschutz sonst immer so wichtig ist (man denke an die Google Streetview Kampagne von bild.de), scheint diese grobe Verletzung von Arztgeheimnis und Privatsphäre des Patienten absolut nicht zu stören – es wird ungeniert und unzensiert berichtet, was das Zeug hält.“

3. „Solidarität als halbherzige Pflichtübung“
(nzz.ch, Ulrich Schmid)
Ulrich Schmid wundert sich über die Namenlosigkeit der zwei im Iran inhaftierten Journalisten von „Bild am Sonntag“ in den deutschen Medien.

4. „Öffentliche Institutionen setzen offensichtlich überdurchschnittlich auf Printanzeigen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern“
(blog.hdzimmermann.net)
Hans-Dieter Zimmermann wertet die Stellenangebote der „Neuen Zürcher Zeitung“ aus. Er findet nur noch wenige aus privater Hand bezahlte Anzeigen.

5. „Stefan Münker über das Bezahlen im Netz“
(dirkvongehlen.de)
Stefan Münker stellt fest, dass ein Verleger „in den wenigsten Fällen sein Geld mit dem Verkauf von Informationen“ verdient. „Bezahlt wurden und werden Verlage dafür, dass sie Anzeigen in die Welt gebracht haben. Und der Journalismus war immer schon das, was sie damit finanzieren konnten.“

6. „Überschätzt.“
(timklimes.de)
Tim Klimes spielt an Heiligabend in Italien „Tombola“: „Ich verstand nicht, was sie da spielten, wie sie es spielten. Aber ich war schlecht darin. Nach einer halben Stunde hatte ich noch keine einzige Bohne auf dem Brett, dafür war ich um ein paar Euro erleichtert.“