Das sieht ihm nicht ähnlich

Pascale Hugues, die Deutschland-Korrespondentin des französischen Magazins „Le Point“, hat im „Tagesspiegel“ unter dem Titel „Rache der Spießer“ eine Abrechnung mit Präsident Nicolas Sarkozy und „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann wegen deren Attacken auf die 68er geschrieben. Sie nennt die beiden „Junggreise“ und beschreibt, wie Diekmann auf einem Foto auf sie wirkt, das ihn im vergangenen Sommer im G8-Gipfel-Strandkorb vom Heiligendamm zeigt: „Er ist erst 40 und wirkt schon wie mein Großonkel Louis mit 60 Jahren, als er den Banketten des Lions Club präsidierte.“

Sie fügt hinzu:

Nicolas Sarkozy gehört ebenso wie Kai Diekmann jener seltsamen Gattung von Menschen an, die anscheinend nie jung gewesen sind. Unmöglich, sich die beiden mit struppigem Haar vorzustellen, mit einem Dreitagebart, erhobener Faust und einem Kopf voll wirrer Ideen.

Kai Diekmann reagierte ausnahmsweise mit Humor und schickte dem „Tagesspiegel“ „Eine Art Gegendarstellung“, die die Zeitung am Sonntag auf ihrer Leserbriefseite veröffentlichte:

„Unmöglich, sich die beiden mit struppigem Haar vorzustellen, mit einem Dreitagebart … und einem Kopf voll wirrer Ideen“.
Hierzu stelle ich fest: sehr wohl möglich! (s. Foto).