Bild, Popstars, Antonomasien

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Ist die Bild-Zeitung noch zu retten?“
(iphone-fan.de, Dirk Kunde)
Die „Bild“-iPad-App erhält von Tester Dirk Kunde 1 von 5 möglichen Punkten: „‚Evolution der Zeitung‘ nennt Springer seine App. Da muss ich schmunzeln. Die Menüführung und Gestaltung ist genauso unübersichtlich und wirr wie die Webseite. Das Geld geht vermutlich eher ins Marketing als in Nutzer-Tests.“

2. „Die perfide Logik der Bildzeitung“
(investigativerecherche.de, Boris Kartheuser)
Wikileaks: Boris Kartheuser stellt fest, dass es „Bild“ tatsächlich schafft, „in einer einzigen Ausgabe einerseits Assange als Verräter zu beschimpfen und nur drei Seiten weiter stolz auf die bisherige Berichterstattung im Fall Cablegate zu verweisen.“

3. „Worüber man halt so redet… und wieviel“
(wahrheitueberwahrheit.blogspot.com, Thomas)
Thomas versucht, die Wichtigkeit eines Begriffs zu messen. Während auf der X-Achse die Anzahl Sprachen, in die ein Begriff bei Wikipedia übersetzt wurde, anzeigt wird, werden auf der Y-Achse die Anzahl Google-Treffer für den gleichen Begriff angeordnet. „Und damit haben wir es tatsächlich und endlich offiziell und unumstößlich! Franz Josef Wagner liegt leicht über der Hauptreihe und ist damit gerade eben überpräsent in der öffentlichen Diskussion. Kachelmann und Sarrazin dagegen liegen deutlich über der Hauptreihe. Ihre Namen werden mehrfach häufiger verwendet, als ihre Bedeutungen es rechtfertigen würden!“

4. „Crunks 2010: The Year in Media Errors and Corrections“
(regrettheerror.com, Craig Silverman, englisch)
„Regret The Error“ sammelt die Fehler, Korrekturen und Entschuldigungen des Jahres. Der Tippfehler des Jahres 2010: „This blog post originally stated that one in three black men who have sex with me is HIV positive. In fact, the statistic applies to black men who have sex with men.“

5. „Nicht in diesem Leben“
(katrinschuster.de)
Katrin Schuster ist überrascht, „mit welcher Dreistigkeit Pro Sieben noch so tut, als wäre Popstars eine Fernsehsendung“.

6. „A wie Antonomasie“
(welt.de, Marc Reichwein)
Marc Reichwein befasst sich mit der Antonomasie: „Weil jeder gern mit dieser Stilfigur herumspielt, ob talentiert oder nicht, ist die Antonomasie so etwas wie der Fußball unter den journalistischen Stilfiguren: eine Breitensportart, die auch andere Ressorts nutzen.“