Pferde, Schuhe, Focus

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Qualitätsmedien erliegen dem Spin einer irischen NGO“
(kobuk.at, Fabian Schmid)
Irren wegen der Wirtschaftskrise 20.000 herrenlose Pferde durch Irland, wie zum Beispiel „Spiegel Online“ berichtet? Die irische Tierschutzorganisation ISPCA antwortet auf Anfrage: „There are no definitive numbers on horses abandoned in Ireland, our Inspectors have brought in 13 horses in 2007, 16 in 2008, 23 in 2009 and 41 so far this year.“

2. „Focus: Können die kein Englisch?“
(greenpeace-magazin.de)
Das Blog des „Greenpeace Magazin“ befasst sich mit der aktuellen „Focus“-Titelgeschichte: „Ein Eisbär ist darauf zu sehen mit (schlecht aufretuschierter) Sonnenbrille – und unter der Schlagzeile ‚Prima Klima!‘ die Behauptung: ‚Die globale Erwärmung ist gut für uns‘.“

3. „24 Paar Schuhe. Im Schnitt …“
(stefanolix.wordpress.com)
Stefan schreibt zu einer von dpa zitierten Studie über das Kaufverhalten britischer Frauen: „Wo ist der Haken? Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Umfrage nicht repräsentativ.“

4. „Sturm im Wasserglas“
(sprengsatz.de, Michael Spreng)
Für Michael Spreng sind die neusten Wikileaks-Enthüllungen (auf cablegate.wikileaks.org), was Deutschland angeht, „völlig bedeutungslos“: „Das Ganze ist eine vom ‚Spiegel‘ und anderen Medien inszenierte Scheinaufregung.“

5. „Wikileaks vs. USA – 4 : 0“
(bulldoglog.wordpress.com, Lars-Marten Nagel)
Lars-Marten Nagel vermutet in der Konzentration von Wikileaks auf die USA finanzielle Gründe: „Assange sagt selbst, dass nach den Großenthüllungen die meisten Spendengelder fließen. Auf Geld ist Wikileaks letztlich zum Selbsterhalt angewiesen. Die letzten Monate haben zudem klar gezeigt: Der riesige Bekanntheitsschub speist sich aus der Konfrontation mit der letzten verbliebenen Supermacht.“

6. „PRrisiert Social Media unsere Gesellschaft?“
(amendedestages.com, Christian)
Christian fragt sich, wie sehr die Gesellschaft durch soziale Medien PRisiert wird. „Das Tun rückt in den Hintergrund, das Darübersprechen in den Vordergrund. Wir machen immer mehr Dinge nur, um anschließend darüber sprechen zu können.“