Gleichstellung, Kummer, Hitler

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Spiegel-Online und die Studie zur Geschlechtergleichstellung“
(campus-web.de, Sebastian Eckert)
Sebastian Eckert prüft die Meldung „Deutschland fällt bei Frauen-Gleichstellung zurück“ auf „Spiegel Online“. „Anstatt dass der Spiegel titelt: ‚Frauen in Deutschland gleichgestellter denn je‘, spricht er von einem (nominalen) Rückfall im Ländervergleich. Das stimmt natürlich, Platz 13 ist schlechter als 12. Im internationalen Vergleich hat man sich aber nicht ‚deutlich verschlechtert‘.“

2. Interview mit Markus Notter
(zeit.de, Peer Teuwsen)
Peer Teuwsen diskutiert mit Markus Notter, sozialdemokratischer Regierungsrat im Kanton Zürich, die Frage, wie sich Medien und Politik gegenseitig beeinflussen: „Alles, was in der Boulevardpresse auf der Front erscheint, interessiert die Politiker. Aber mehr nicht. (…) Es hat eine flächendeckende Boulevardisierung der Themen und ihrer Aufbereitung stattgefunden. Das scheint kommerzielle Gründe zu haben.“

3. „Der höllisch lange Freitag in ‚Heute‘: 427 Stunden!“
(kobuk.at, Peter Pfeiffer)
Kobuk.at rechnet eine Kalkulation der Gratiszeitung „Heute“ nach: „6398 Crashes, alle vier Minuten einer – ein Freitag dauert also 25.592 Minuten, rund 427 Stunden.“

4. „Unsere tägliche Desinformation“
(blog.markusgaertner.com)
Markus Gaertner holt die Schlagzeile „OPEC boosts oil demand forecast“ auf den Boden zurück.

5. „Welt des Journalismus (17)“
(zweitens-magazin.de, max)
Max hat sich den Film „Bad Boy Kummer“ über Tom Kummer angesehen. „All die Empörung seiner Weggefährten von einst, die ihren Beruf bedroht sehen durch seine Machenschaften, sie geht am Punkt vorbei: dieser Mann machte keinen Journalismus, auch keinen New Journalism und keinen Borderline-Journalism, er arbeitete im und mit dem Journalismus, um etwas Umfassenderes zu diskutieren, vielleicht ohne es dabei selbst zu durchschauen.“

6. „Ihre Meinung zu BILD, Herr Hitler?“
(eulenspiegel-zeitschrift.de)
Eine etwas andere Version der Kampagne „BILD Dir Deine Meinung!“.