Süddeutsche Zeitung, David Remnick, Mad Men

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Die verdeckte PR im Boulevard“
(ndr.de, Video, 7:42 Minuten)
„Zapp“ zeigt, wie Videomaterial der Firma lucky7even auf Bild.de oder in die ProSieben-Sendung „Taff“ übernommen wird. Stern.de bezahlte für das Material gar einen Drittanbieter.

2. „Fehler über Fehler“
(journalistik-journal.lookingintomedia.com, Colin Porlezza, Stephan Ruß-Mohl und Marta Zanichelli)
Ein Forschungsprojekt wertet Fehler in Regionalzeitungen der deutschen Schweiz und Italien aus. Eine Übersicht zeigt: „Vier faktische Fehler wurden von den Befragten besonders häufig moniert: Reißerische Überschriften, die den Tenor des tatsächlichen Geschehens nicht widerspiegeln, entstellte Zitate, falsch wiedergegebene Zahlen und Orthografiemängel.“ Weitere Artikel zum Thema finden sich in der Ausgabe „Medienselbstkontrolle im Wandel“.

3. „Die Wachhunde der Wachhunde“
(brodnig.org, Ingrid Brodnig)
Ingrid Brodnig präsentiert das seit einem halben Jahr existierende Blog „Kobuk“ als „weiteres Beispiel dafür, wie das Web zum Wachhund der Wachhunde wird“.

4. „Happy Birthday, Süddeutsche Zeitung!“
(medien-monitor.com, Helene Pawlitzki)
Zum 65. Geburtstag huldigt Helene Pawlitzki in sechs Artikeln der „Süddeutschen Zeitung“. Der abtretende Chefredakteur, Hans Werner Kilz, sagt in einem langen Gespräch: „Immer wenn über die Krise der Zeitungen gesprochen wird, lamentieren die Journalisten am lautesten. Die sollen sich um ihre Arbeit kümmern und das Lamentieren dem Verlag und den Chefredakteuren überlassen. Es ist eine schwierigere Zeit für Zeitungen, aber was sich nie ändern wird, ist, dass Qualitätsjournalismus gefragt ist. Der Journalismus ist doch nicht am Ende, nur weil die Zeitungen ins Trudeln geraten.“

5. Interview mit David Remnick
(blogs.sueddeutsche.de, Andrian Kreye)
Andrian Kreye befragt David Remnick, Chefredakteur des „New Yorker“. Über Arianna Huffington und ihre „Huffington Post“ sagt er: „Ich finde ihre abwertenden und beleidigenden Bemerkungen über die New York Times vor allem arrogant. Wenn man sich ihre Webseite anschaut, dann sind das vor allem Blogger, deren Qualität von zweifelhaft bis mittelmäßig reicht. In der rechten Spalte gibt es Titten, Ärsche und Klatschnachrichten, wer gerade wieder am meisten abgenommen hat. Und in der Mitte sind Artikel aus der New York Times, dem Wall Street Journal und der Washington Post, denen sie liberalere Überschriften geben.“

6. „(Literally) Mad Men“
(ichwerdeeinberliner.com, Wash Echte, englisch)
Zum Start von „Mad Men“ auf „ZDF Neo“ versucht Wash Echte Aussagen zu deuten, die er schon über die Serie gehört hat.