Sarrazin, RTL-Videotext, Jessen

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Sarrazin führt Deutschland vor“
(konjovic.de, Georg Konjovic)
„Es steht 5:0 für Thilo Sarrazin im Spiel ‚Provokanter Autor‘ versus ‚Hysterie-süchtige Republik‘.“

2. „Sarrazin und die Medien: Pure Heuchelei“
(carta.info, Robin Meyer-Lucht)
Für Robin Meyer-Lucht hatte die „Huldigung in Blitzlichtgewittern“ anlässlich der Pressekonferenz zur Buchvorstellung von Thilo Sarrazin etwas Bedrückendes. Der Journalismus renne „sklavisch der Gier des Publikums nach“, denn Sarrazin sei „aus dem Stoff gemacht, der Auflage bringt“, ein „Auflagen- und Aufmerksamkeitsgoldstück“. Siehe dazu auch „Ein Abgrund an Journalismus-Verrat“ (blog-cj.de, Christian Jakubetz).

3. „Reisebetrug über RTL-Videotext“
(ndr.de, Video, 7:20 Minuten)
Eine auf RTL Videotext geschaltete Werbeanzeige für Urlaubsreisen stellt sich als betrügerisches Angebot heraus.

4. „Vom Mordopfer ein falsches Bild machen“
(derstandard.at, Harald Fidler)
„Krone“, „Österreich“ und „Kurier“ veröffentlichen ein Bild einer ermordeten Frau, das unter ihrem Namen bei Facebook zu finden war. „Ob es tatsächlich die Seite des Opfers war, oder, wofür es Hinweise gibt, einer Frau gleichen Namens gehört, war Sonntag nicht zu eruieren.“

5. „Die häufigsten Fehler der taz-Autoren“
(blogs.taz.de/hausblog, Matthias Fink)
„Der häufigste Fehler ist aber sicher das Auseinanderschreiben von allem und jedem. Selbst wer weiß, dass die reine Getrenntschreibung nicht das Wahre ist, setzt oft nur einen Bindestrich, wobei ‚Heinrich Heine-Straße‘ mit ‚Heinrich-Heine Straße‘ konkurriert.“

6. „Sag beim Abschied leise Servus!“
(zeit.de, Jens Jessen)
„Zeit“-Feuilletonchef Jens Jessen mahnt zur Zurückhaltung beim Ausstand nach dem Praktikum. „Als ich zum Ende meiner Hospitanz bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mehrere Bleche Pflaumenkuchen servierte, wurde dieser zwar gerne gegessen – aber vielleicht auch zu gerne, denn der Feuilletonchef verabschiedete mich mit den Worten, dies sei der beste Artikel, den ich bisher abgeliefert hätte.“