Waschen, schneiden, spalten

Hobbypsychologen und Boulevardreporter wissen: Wenn sich eine Frau von ihrem langen Haupthaar trennt, hat es vermutlich eine wichtige Veränderung in ihrem Leben gegeben.

Oder sie hoffte auf eine neue Filmrolle, so wie diese unglückliche Schauspielerin:

Emma Watson (20): Sie wollte sich nach acht abgedrehten „Harry Potter“-Filmen einer neuen Aufgabe widmen und schnitt sich zum Vorsprechen sogar die Haare ab.

Bild.de hat die Formulierung „schnitt sich zum Vorsprechen sogar die Haare ab“ mit einem Link unterlegt, der einen direkt zu einem anderen Bild.de-Artikel vom 6. August bringt.

Damals schrieb Bild.de:

Mit der Frisur erinnert der „Harry Potter“-Star (spielt Zauberschülerin Hermine) ein wenig an 60er-Jahre Stilikone Twiggy. Doch eine Filmrolle ist nicht der Grund für Emmas neuen Look. Sie trennte sich freiwillig von ihrem schönen langen Haar.

„Ich habe das seit vielen Jahren vorgehabt“, schreibt die Britin bei Facebook. „Es fühlt sich unglaublich an. Ich liebe es.“ Es sei „das Befreiendste überhaupt“!

Mit Dank an Mats S.

Nachtrag, 26. August: Bild.de hat den Satz dahingehend geändert, dass sich Emma Watson nicht mehr „zum Vorsprechen“ die Haare abgeschnitten hat, sondern „kurz vor dem Vorsprechen“.

Blöd nur, dass der erste Satz des Artikels immer noch lautet:

Scarlett Johansson wollte sie, Emma Watson ließ sich dafür die Haare abschneiden – die Rolle der düsteren Computer-Hackerin Lisbeth Salander in der Hollywood-Version der Stieg Larssons „Millenium“-Trilogie.

Und falls Sie das auch noch ändern wollen, liebe Bild.de-Redakteure: „Millennium“ schreibt man mit zwei „n“, weil es von „mille“ (tausend) und „annus“ (Jahr) kommt. Mit einem „n“ käme es von