BLM, Ferguson, Sarrazin

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Bedauerliches Büroversehen“
(funkkorrespondenz.kim-info.de, Volker Nünning)
Die Bayerische Landesmedienanstalt BLM verpasst es, „einen Bußgeldbetrag von insgesamt 115 000 Euro“ einzuziehen. Auch Stefan Niggemeier berichtet.

2. „Das Landgericht am Ende des Universums“
(heise.de/tp, Markus Kompa)
Markus Kompa denkt über ein Urteil des Hamburger Landgerichts gegen die „Superillu“ nach, das der Zeitschrift verbietet, eine Verletzung von Michael Ballack in einer Schlagzeile mit dem „Karriereende“ in Verbindung zu bringen. „Selbst das Landgericht Hamburg hielt die Karriereende-Headline ausdrücklich für eine Prognose – aber angesichts der mitschwingenden Behauptung eines Karriereendes eben doch für eine beweisbedürftige Tatsachenbehauptung.“

3. „Der Presseboykott des Sir Alex Ferguson“
(11freunde.de, Tilo Mahn)
Die Vereine der Premier League überlegen sich die Einführung von Geldstrafen für Trainer, die keine Interviews gewähren. „Der englischen Rundfunkanstalt BBC verweigert der Trainer von Manchester United seit fast sechs Jahren jedes Interview, was auch in der neuen Saison für Diskussionen sorgt.“

4. „Sarrazin: ‚Deutschland wird immer ärmer und dümmer!'“
(nachdenkseiten.de, Wolfgang Lieb)
Wolfgang Lieb begutachtet die „knallharte Analyse“ von Thilo Sarrazin in „Bild“.

5. „die völlig neuen, anderen twittercharts“
(popkulturjunkie.de, Jens Schröder)
Die „100 von Twitter-Nutzern meistverlinkten deutschsprachigen Inhalte-Websites“.

6. „Feldversuch: Journalist in Russland“
(mypcaminando.ch, myp)
Es kommt nicht immer gut an, wenn man erzählt, man habe mit Journalismus und Blogs zu tun: „Der eine Russe, der Herr des Hauses ist, wo wir wohnen, legt mit einer Salve von Beschimpfungen auf Russisch los. Verstanden haben wir gar nichts, aber für einen so aggressiven Tonfall und einen gestreckten Mittelfinger ist keine Übersetzung notwendig. Er lässt sich kaum mehr beruhigen.“