Posch, Bremer Zeitung, Sonntagszeitung

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Strategische Verarsche der Leser“
(taz.de, Daniela Zinser)
Warum Antje Tiefenthal „Klatschkritik“ ins Leben gerufen hat: „Die Idee zum Blog hatte sie schon vor Monaten, als ihr beim Lesen, zur Entspannung, immer öfter handwerkliche Fehler aufgefallen sind. Etwa, dass auf dem Titel Themen versprochen wurden, die hinten kaum eine Kurzmeldung waren. Oder News, die Monate alt sind, wie das Internetportal einer Parfümerie, das nun, im Juli, online sein soll – und es schon seit dem Ende des Vorjahres ist.“

2. „Echt Fake, echt Posch“
(fernsehkritik.tv, Video, insgesamt 45 Minuten)
Der Fernsehkritiker befragt Personen, die sich für die Doku-Formate „Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht!“ (RTL) respektive „Die strengsten Eltern der Welt“ (Kabel 1) filmen ließen.

3. „Schleichender Tod“
(fr-online.de, Eckhard Stengel)
„Von der traditionsreichen Bremer Zeitung ist nicht viel mehr als der Titel geblieben. Alles andere kommt vom Weser-Kurier.“

4. „Löscht meinen Namen!“
(klartext.ch, Nick Lüthi)
Wer sich nicht mehr im Kontext früherer Berichterstattung lesen möchte, wendet sich an die Medien und ihre Archivare. Nick Lüthi schreibt, wie das Magazin „Klartext“ in drei konkreten Fällen verfährt und redet mit dem Geschäftsführer der Schweizer Mediendatenbank (SMD).

5. „Wie Journalisten selber Schlagzeilen machen“
(davidbauer.ch)
David Bauer vergleicht den Kioskaushang der „Sonntagszeitung“ mit der im Interview gemachten Aussage. „Korrekt hätte die Schlagzeile lauten müssen: ‚Calmy-Rey stimmt der SonntagsZeitung zu, dass das Geschlecht einer von vielen Faktoren ist, die es bei der Neubesetzung des Bundesrats zu berücksichtigen gilt.‘ Newswert? Richtig geraten: Null.“

6. „Austria after Hans Dichand“
(opendemocracy.net, Anton Pelinka, englisch)
Anton Pelinka schätzt die Medienlandschaft in Österreich nach dem Tod von „Krone Zeitung“-Verleger Hans Dichand ein. „When Hans Dichand died on 17 June 2010 at the age of 89, an era in the relationship between media and politics in Austria ended.“