Andreas Studer kocht auch nur mit Toppits

Andreas C. Studer ist „Sternekoch“, „TV-Koch“ und „Fernsehkoch“. Außerdem ist er Testimonial eines Küchenartikel-Herstellers und zeigt „exklusiv für die BILD.de-Leser“ in kurzen Videoclips „seine besten Tipps und Rezepte“.

Das sieht dann so aus:

Wenn „Studi“ kocht, achtet er darauf, nur die besten Zutaten zu verwenden. Und die Produkte seines Werbepartners. Und so werden Muffins in „wunderschönen“ und „tollen“ Förmchen gebacken:

Auch bei der Zubereitung eines Salats gelingt es Studer, Produkte seines Sponsors ins Bild zu rücken: Er tränkt (Studer: „umcoatet“) die Salatblätter einfach direkt in einer Frischhaltebox mit dem Dressing. Selbst Knollensellerie, den er für seinen Waldorf-Salat gar nicht braucht, kann Studer immer noch in Frischhaltefolie einwickeln, den Salat selbst packt er dann direkt in eine Frischhaltedose — „fürs Büro“. Und wie man sein Essen für ein Picknick ordentlich verpackt, dürfte außer Frage stehen.

Grüner Spargel wird in einem „Dampfgar-Beutel“ zubereitet. Und wer dessen aufgedrucktes Logo nicht erkennen kann, als Studer den Beutel aus der Mikrowelle holt, für den fasst Bild.de das noch mal zusammen:

1 "Toppits Dampf Garer Beutel (R)"

Es geht allerdings auch noch weniger subtil: Wenn Studer einen Kartoffelsalat zubereitet („Das Geheimnis des schnellen Kartoffelsalates ist die Zubereitung der Kartoffeln in der Mikrowelle.“), dann tut er das in einem „Dampfgar-Beutel“:

Bild.de unterlegt das Wort „Dampfgar-Beutel“ im geschriebenen Rezept auch gleich mit einem Link zur Hersteller-Website. Das freilich geht auch mit dem Wort „Bratschlauch“. Nur für das Wort „Anzeige“ war nirgendwo mehr Platz.

Manchmal schafft es Studer aber überraschenderweise doch, völlig auf Produkte des ostwestfälischen Herstellers zu verzichten. Dann präsentiert er den „StudiMagic“, einen handbetriebenen Häcksler, der nach ihm benannt ist. Und wer ein solches Gerät sofort käuflich erwerben will, für den hat Bild.de den Bestell-Link schon mal in den Text eingearbeitet. So interaktiv sind auch die modernsten Dauerwerbesendungen im Fernsehen nicht.

Mit Dank auch an Hans-Christian H., Ulli M. und C.