Pranger, Kritik, Marianne

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Am Pranger der Populisten“
(zeit.de, Hauke Friederichs)
Hauke Friedrichs fragt, warum „Bild“ Männer an den Pranger stellt, die ihre Strafe verbüßt haben. „Ob ein Straftäter nach Verbüßung seiner Freiheitsstrafe weiterhin eine Gefahr für die Gesellschaft ist, müssen aber Richter und Gutachter entscheiden – nicht die Redaktion der Bild.“

2. „Danke, dass Sie mich kritisieren“
(print-wuergt.de, Michalis Pantelouris)
Journalist Michalis Pantelouris bedankt sich bei Lesern, die ihn kritisieren: „Kritik ist kein Problem, sondern im Gegenteil die größte Chance des Journalismus in der Übergangsphase, wie wir ihn erleben. Denn Kritik bedeutet auch, dass da Menschen engagiert sind in der Debatte, dass sie uns ihre in der Masse riesige Weisheit überlassen und von uns im Gegenzug zu ihrer Zeit und Energie nur eins verlangen: Respekt.“

3. „Bild-Leserreporter liefern kaum News“
(meedia.de, Daniel Bouhs)
Drei Wissenschaftler analysierten die von 2006 bis 2008 in „Bild“ München aufgrund von Leserreporter-Einsendungen erschienenen Beiträge.

4. „Besser spät als nie – BILD und Gegendarstellungen“
(unsterblichkeit.eu)
Bild.de veröffentlicht eine Gegendarstellung, die sich auf einen Artikel von Oktober 2009 bezieht.

5. „Französisches Polit-Magazin beleidigt Sarkozy“
(nzz.ch, Manfred Rist)
Auf der Titelseite der Zeitschrift „Marianne“ wird Nicolas Sarkozy als „Le vouyou de la république“ („Taugenichts der Republik“) bezeichnet. „Über die sachliche Richtigkeit und die damit verbundene Politik, darunter Sarkozys härtere Haltung gegenüber Delinquenten, Einwanderern und Roma, kann man streiten, gerade auch, weil es dabei um Werte der Republik geht. Doch mit der Klassierung, die das Wochenblatt liefert, scheint eine Grenze des Anstands überschritten.“

6. „Google Street View und die German Angst“
(webwriting-magazin.de, Claudia Klinger)
„Wollen wir Burkas für Fassaden?“, fragt Claudia Klinger. Bürger, die darauf bestehen, ihr in aller Öffentlichkeit sichtbares Anwesen zu verpixeln, befinden sich übrigens in guter Gesellschaft mit Dick Cheney, der das vor Jahren bei Google Earth durchsetzte (thedailyshow.com, 2007, Video, 2:23 Minuten)