Ein Foto, kein Treffer

Nach der für sie eher wenig erfolgreichen Fußball-WM musste die Nationalmannschaft Nordkoreas Gerüchten zufolge in einer mehrstündigen öffentlichen Veranstaltung „ideologische Kritik“ über sich ergehen lassen. Der Fußballweltverband FIFA will nun ermitteln, ob die Berichte über die Bestrafungen einiger Spieler und des Trainers wahr sind, wie „Spiegel Online“ berichtet.

Und weil so ein Online-Artikel ohne Foto langweilig wäre, hat man sich für folgende Bebilderung entschieden:

Nordkoreas Jong Tae Se (r., gegen Portugal): Sechs Stunden "ideologische Kritik"?

Eine etwas unglückliche Wahl, denn so wenig man auch über das angebliche Tribunal weiß, eine Information gilt als gesichert: Jong Tae Se, der jetzt beim VfL Bochum spielt, und An Yon-Hak waren als in Japan geborene Koreaner nicht dabei.

Mit Dank an Felix.

Nachtrag, 17.20 Uhr: „Spiegel Online“ hat das Foto von Jong Tae Se entfernt und eine Anmerkung unter den Artikel gesetzt:

Anmerkung der Redaktion: In der ersten Version hatten wir ein Bild des nordkoreanischen Stürmers Jong Tae Se verwendet. Dieser soll aber ebenso wie der ebenfalls in Japan geborene An Yong Hak von möglichen Repressionen verschont worden sein.