Ihre Anschrift und Ihr Geld ist gefragt!

Die „Bild am Sonntag“ möchte gerne meine Meinung wissen. Genauer: Die „Klima-Kommissarin“ der Zeitung, Eva Goris, die mich (und mutmaßlich Millionen anderer „BamS“-Leser) deshalb in einer Beilage zur heutigen Ausgabe streng anschaut.

Was Frau Goris von mir wissen will, steht im Fragebogen im Inneren der Beilage. Ob ich für ein allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen bin, zum Beispiel. Oder ob der Klimawandel meiner Meinung „nach eine ernste Gefahr für den Planeten“ ist. Bei einer der fünf Fragen kann man Frau Goris sogar mitteilen, dass sie sich ihr ganzes Klimakommissarinnentum an den Hut stecken kann:

Unter der Umfrage sind Name und Anschrift einzutragen, und die „Bild am Sonntag“ weist darauf hin, dass diese Angaben „unbedingt erforderlich“ sind. („BamS“-Chefredakteur Claus Strunz versichert auf der gegenüberliegenden Seite, sie würden „natürlich streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergeleitet“.)

Aber wofür sind die Angaben „unbedingt erforderlich“? Um von der „Bild am Sonntag“ bei der Erforschung der Lesermeinung zum Klimawandel berücksichtigt zu werden? Was macht die Zeitung mit meiner Adresse, wenn meine Antwort nicht eine der „111 schnellsten Fragebogen-Einsendungen“ ist, die mit einem vermutlich thematisch passend gemeinten Geschenk belohnt wird: einem Regenschirm?

Ah, unter der Adresse kann ich noch etwas ankreuzen: Ob ich „zum Thema Klima auf dem Laufenden gehalten werden“ möchte.

Und wenn ich das möchte? — Dann habe ich die „Bild am Sonntag“ abonniert. Eine „praktische Wetteranzeige“ gibt es gratis dazu.

Danke an Dennis K.!