Leserreporter, Kachelmann, Futurezone

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Raumschiff Berlin“
(tagesspiegel.de, Ernst Elitz)
Ernst Elitz glaubt, dass Blogger zur „wahren Konkurrenz“ der Hauptstadtjournalisten werden. Der „angeblich so hektische Hauptstadtjournalismus“ sei nämlich „manchmal ziemlich verschlafen“. „Die Konsequenz müsste lauten: Werdet schneller und macht euch bissiger Konkurrenz.“

2. „Bild: 2,3 Millionen Euro für Leserreporter“
(meedia.de, Daniel Bouhs)
Daniel Bouhs schreibt über die „Bild“-Leserreporter: „Wie ein Sprecher des Axel-Springer-Verlages MEEDIA auf Anfrage mitteilte, liefen seit dem Start der Aktion im Jahr 2006 bis dato nämlich schier unfassbare 685.595 Fotos in der Redaktion der Bild ein, von denen 13.514 ins Blatt wanderten, also immerhin etwa zwei aus einhundert Bildern.“

3. „Warum fangen wir nicht bei uns an?“
(faz.net, Mark Siemons)
Die Studie „Die China-Berichterstattung in den deutschen Medien“ der Heinrich-Böll-Stiftung löst in China eine Debatte aus. „Die chinesischsprachige Parteizeitung ‚Global Times‘ nahm die als notwendig vorausgesetzte Parteilichkeit der Nachrichten sogar als Lizenz zum freien Erfinden und zitierte aus dem Berliner ‚Tagesspiegel‘ Sätze, die dort gar nicht standen.“

4. „Freundliche Übernahme“
(timklimes.de, 11. Juli 2010)
Tim Klimes vergleicht eine RTL-Pressemitteilung mit einer dpa-Nachricht. Thema: Eine aus der Doku-Soap „Bauer sucht Frau“ resultierende Hochzeit.

5. „Ein Fall für Krake Paul“
(blog.persoenlich.com, Matthias Ackeret)
Für Matthias Ackeret fusst „die ganze Kachelmann-Story lediglich auf zwei Facts“: „dem Kürzestauftritt von Kachelmann vor dem Gefangenentransporter (‚ich bin unschuldig‘) und einem Gutachten der Bremer Psychologin Luise Greuel, das von beiden Parteien beliebig interpretiert wird. Gesprochen hat sie mit Kachelmann nie. Auch das vermeintliche Opfer hat sich bis jetzt öffentlich noch nicht geäussert, so wenig wie die angeblichen Heerscharen der Kachelmann-Freundinnen, die den Mythos des hemmungslosen Casanova begründen.“

6. „Veräußerung der ORF-Futurezone“
(beschaffung.orf.at)
„Bis längstens 15.9.2010“ beabsichtigt der ORF, das hauseigene IT- und Technologieportal „www.futurezone.at“ zu veräußern. „Abgabe der Interessenbekundung bis längstens 30.7.2010, 12.00 Uhr (Einlangen aller Unterlagen).“