Strudeln, Geschwätz, Fehler

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „BILD-Blödsinns-Quadrupel“
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
Torsten Dewi beschreibt in mehreren Beispielen, wie Bild.de „im Aufmacher schon die Antwort auf die Frage gibt, die im Anreißer dann erst gestellt wird“ und fragt sich, was „Bild“-Mitarbeiter Norbert Körzdörfer meint, wenn er über Mel Gibson schreibt: „Er strudelt.“

2. „Ein Tratsch und seine Geschichte“
(11freunde.de, Philipp Köster)
Philipp Köster kritisiert „Spiegel“-Journalist Alexander Osang, der „unter dem Vorwand, ein spezielles fußballerisches Milieu zu schildern“, Geschwätz veröffentliche. Wer sich schon mehr als einmal mit Michael Becker, dem Berater von Michael Ballack, getroffen habe, wisse „das Gerede über eine homosexuelle Seilschaft in der Nationalelf als das einzuschätzen, was es ist: dahingeredete Kolportage, substanzloser Tratsch.“

3. „Linke Kampagne gegen rechte Zeitungen“
(sueddeutsche.de, Marc Felix Serrao)
Marc Felix Serrao glaubt, dass die Kampagne „Let’s push things forward!“ gegen rechte Zeitungen lediglich „vulgärnationalen Proleten bei der Arbeit an ihrem Unterdrückungsmythos“ helfe. „Denkt man die Utopie der rechts-freien Kioske zu Ende, landet man in einem beklemmenden Szenario: Eine kleine Gruppe, die aber eine große Mehrheit hinter sich weiß, sorgt für ein politisch gesäubertes Medienangebot. Das ist nicht nur grundgesetzfeindlich, das ist letztlich totalitär.“

4. „Das müssen wir klären: Warum immer nur Edzard Ernst?“
(scienceblogs.de/plazeboalarm, Marcus Anhäuser)
Marcus Anhäuser fragt sich, warum zum Thema Homöopathie fast nur der Experte Edzard Ernst befragt wird. „Es ist ist nicht gut, wenn es zu einem Thema immer nur einen einzigen Experten gibt.“ Denn: „Eine Quelle ist keine Quelle.“

5. „Best practices in error reporting and corrections“
(mediabugs.org, Scott Rosenberg and Mark Follman, englisch)
Wie man mit Fehlern umgeht: Mach es den Lesern leicht, einen Fehler mitzuteilen. Betrachte und beantworte alle Fehlermeldungen. Führe Korrekturen offen aus und mach sie zugänglich. Mach Fehlerkorrekturen zur Priorität.

6. „Zugfahrt des Grauens“
(traum-frei.de, Jan)
„Verehrte Fahrgäste, uns ist leider der Lokführer abhanden gekommen. Es wird voraussichtlich ca. 60 Minuten dauern, bis der Ersatz eingetroffen ist.“