Ein großer Brocken für Hartz

Natürlich kann man sich, wie „Bild“, darüber aufregen, dass Peter Hartz 25.000 Euro Rente im Monat bezieht.

Man kann sich sogar, wie „Bild“, so sehr darüber aufregen, dass man die 25.000 Euro den Lesern gleich zweimal innerhalb von zehn Tagen als Neuigkeit verkauft.

Man kann aber nicht, wie „Bild“, vor lauter Wut auch noch behaupten, Peter Hartz werde „nie mehr finanzielle Sorgen“ haben. Hartz muss nämlich nicht nur 576.000 Euro Geldstrafe zahlen. Eine Versicherung, die die durch Hartz verursachten Kosten für VW übernommen hat, hat angekündigt, ihn auch für die Schadenssumme in Höhe von 2,6 Millionen Euro in Regress zu nehmen. Hätte sie damit Erfolg, kämen schlimmstensfalls Kosten von weit über 3 Millionen Euro auf Hartz zu. Der ehemalige Manager hat sein Vermögen vor Gericht mit 2,7 Millionen Euro angegeben.

Auch „Bild“ nennt diese Fakten. Während aber zum Beispiel das „Handelsblatt“ daraus sogar folgert, „Ihm droht der finanzielle Ruin“, schließt „Bild“, Hartz müsse sich „finanziell keine Sorgen machen“. Vielleicht meint „Bild“, die „Bild“-Leser könnten sich sonst einfach nicht genug ärgern.