Fernsehgarten, Focus, Futurezone

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Wir Meinungsspekulanten“
(taz.de, Wolfgang Storz)
Für den Ex-Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“, Wolfgang Storz, ist „die gute alte Zeit, in der nur Bild dummmachte“, vorbei. „Auf die immer komplizierteren Entscheidungssituationen der Politik reagieren die meisten Journalisten mit immer banaleren Personalisierungen, die Ereignisse in Duelle umwandelt: Merkel gegen …, Wulff gegen …, Gabriel für …, Niederlage oder Sieg, Schwarz oder Weiß.“

2. „Focus enthüllt“
(dieganzewahrheit.blog.com, Thomas Weiss)
Thomas Weiss liest eine „Focus“-Story mit dem Titel „Die junge Republik – Präsident mit 51: Das aufwühlende Leben des Christian Wulff“.

3. „Sarkozy will über die Welt bestimmen“
(fr-online.de, Axel Veiel)
Die französische Regierung redet mit im Bieterverfahren um die Zeitung „Le Monde“. „Wenn zutrifft, was das Konkurrenzblatt Libération schreibt, dann ist Sarkozy die Vorstellung, die drei könnten die Kontrolle über Le Monde übernehmen, so unangenehm, dass er Fottorino gar mit dem Entzug staatlicher Unterstützung für die Modernisierung der Zeitungsdruckerei gedroht hat.“

4. „Fall Kölle: Dünger für Andrea Kiewel“
(sueddeutsche.de, Antje Hildebrandt)
Nach Informationen von sueddeutsche.de soll der „Wert der sogenannten Produkthilfen“ (Pflanzen und Gartenzubehör), die eine private Firma dem ZDF-Fernsehgarten in einer vertraglich festgesetzten Kooperation zur Verfügung stellt, 250’000 Euro betragen.

5. „Die Futurezone, der VÖZ und die Politik.“
(datum.at, Jacqueline Godany)
Jacqueline Godany bloggt über die Einstellung, die der ORF Futurezone droht. „Zeitungsverleger sollten für Informationsfreiheit stehen. Stattdessen lassen sie per Gesetz die Konkurrenz abschalten.“

6. „Ist das Gleichberechtigung?“
(raul.de, Raul Krauthausen)
Rollstuhlfahrer Raul Krauthausen wird beim Telefonieren das iPhone aus der Hand gerissen. „Im Grunde bin ich froh, dass mir nicht mehr passiert ist. Sie hätten mir auch locker den Arm brechen oder mich zusammenschlagen können. Insofern hatte ich Glück im Unglück. So langsam kommt auch wieder meine sarkastische Seite hoch und fragt sich, ob es nicht auch irgendwie eine Form der Gleichberechtigung ist, wenn sogar vor Behinderten nicht Halt gemacht wird.“