Das falsche „Ghetto-Kind“

Wie mag es einem gehen, wenn man lesen muss, es sei „angenehm ruhig“ um einen geworden? Wenn man als „rücksichtsloser Grobmotoriker“ mit „derben Fußball-Tischmanieren“, als „Rüpel“, der „auch am Rande des Rasens rustikalen Umgang“ pflegt, als „Ghetto-Kind“ bezeichnet wird?

So beschrieben wird Kevin-Prince Boateng, der mit einem unglücklichen Foul die Teilnahme des Kapitäns der Nationalmannschaft, Michael Ballack, an der Fußball-WM verhinderte.

Dumm nur, dass das Foto neben dem Artikel Jérôme Boateng zeigt. Der hat zwar immerhin denselben Nachnamen wie sein für Ghana spielender Halbbruder Kevin-Prince, als Nationalmannschaftskollege Ballacks mit der Sache aber nichts zu tun.

Screenshot swp.de

Wenn das so weitergeht, können wir bald ein Sammelalbum zusammenstellen.

Mit Dank an Bader

Nachtrag, 25. Mai: Swp.de hat das Bild von Jérôme mit einem von Kevin-Prince Boateng ausgetauscht.