Streifenwagen, Altpapier, Lotterleben

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Wie Deutschlands Polizei mit Fernsehsendern kooperiert“
(dradio.de/dlf, Klaus Deuse)
In Hessen und Sachsen gibt es eine „Tarifliste für polizeiliche Filmdienste“, in der vom Polizeihund über den Streifenwagen bis zum Schlagstock alles aufgeführt ist. „Für das Engagement eines Polizeimeisters verlangt das hessische Innenministerium um die 70, für das eines echten Kommissars an die 90 Euro pro Stunde.“

2. „Aktuelle NRW-Wahlergebnisse? Bei @popkulturjunkie“
(medialdigital.de, Ulrike Langer)
Ulrike Langer vergleicht die aktuelle Ergebnisberichterstattung des ZDF zur NRW-Wahl mit jener von @popkulturjunkie Jens Schröder. „Es bleibt die interessante Frage, warum das ZDF mit seinem gesamten Apparat, seinen direkten Drähten nach Düsseldorf und wesentlich mehr Rechenleistung nicht schaffte, was ein einzelner Journalist mit Bordmitteln und Engagement hinbekam: Zuverlässig und auf dem aktuellen Stand berichten.“

3. „Der Aufstand der Radios“
(tagblatt.ch, Nick Joyce)
Alternative Radios verzichten auf eine Promotionsplattform – im Gegenzug werden sie von den grossen Labels nicht mehr mit Interviews und Presse-CDs beliefert. Sie überlegen nun, „verstärkt auf das Repertoire jener Labels zuzugreifen, die ihnen Neuveröffentlichungen auflagenfrei zur Verfügung stellen.“

4. „Und alle so: Whiskey!“
(evangelisch.de, Klaus Raab)
„Das Altpapier“ ist zurück. In der ersten auf evangelisch.de erschienen Ausgabe geht es um fehlenden Whiskey „in den Konferenzen der Wochenzeitung Die Zeit“.

5. „Spiegel kritisiert guten Journalismus von Stefan Niggemeier“
(frankfurter-magazin.de, Heiner Hänsel)
Heiner Hänsel über die „Spiegel“-Spalte „Kritiker in der Kritik“.

6. „Lotterleben“
(titel-magazin.de, Isabel Bogdan)
Isabel Bogdan beschreibt die Arbeitssituation jener, die nicht das Haus verlassen, um zu arbeiten. „Sich immer wieder selbst zu motivieren, sich zusammenzureißen, zu arbeiten, obwohl man noch schnell die Fenster putzen könnte oder noch ein Stündchen schlafen, das Dokument auf- und das Internet zuzumachen, obwohl einem kein Chef über die Schulter guckt, all das ist verdammt harte Arbeit. Und das ist mein Ernst.“