Wir in NRW, Musikblogger, Sixx

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Die Macht der Blogger“
(taz.de, Stefan Reinecke)
Stefan Reinecke über das Verhältnis der nordrhein-westfälischen Regionalzeitungen zur CDU und das Blog „Wir in NRW“, das „womöglich die Wahl am Sonntag mitentscheiden“ kann. „Die Zeitungslandschaft in Nordrhein-Westfalen ist ein spezieller Fall. Die Interessen von politischer Macht und Verlagshäusern, von Staatskanzlei und Medienkonzernen sind ungewöhnlich eng miteinander verzahnt.“

2. „Was sollte Medienjournalismus leisten?“
(nachdenkseiten.de, Albrecht Müller)
Redemanuskript von Albrecht Müller, der bei einer Internationalen Tagung im Mediencampus Leipzig acht Wünsche an den Medienjournalismus formuliert und diese mit vielen kleinen Beispielen unterfüttert.

3. „Hühnchen mit Perlenkette“
(Spiegel Online, Peer Schader)
Heute startet der neue Frauensender Sixx. Peer Schader stellt das Programm und die Senderchefin Katja Hofem-Best vor: „Mir war wichtig, einen Sender zu entwickeln, der nicht die üblichen platten Frauenklischees bedient, der nicht rosa ist und so ein Blümchen-Image hat, sondern dass sehr viel Humor dabei ist.“

4. „Über die Furcht vor der Kommerzialisierung“
(netzwertig.com, Martin Weigert)
Martin Weigert findet es nicht schlimm, wenn Blogs professioneller und wirtschaftlicher werden, und sieht das Problem darin, den Lesern dies ordentlich zu vermitteln: „Denn Gewinnstreben passt nicht in das Muster der unbequemen, intellektuellen und leicht revolutionären Gegenöffentlichkeit. Man darf gerne Dinge bewegen, aber tue dies doch bitte auf Basis ideeller, intrinsischer Motive.“

5. „Der Musikblogger – ein unverstandenes Wesen“
(lieinthesound.de, SomeVapourTrails)
SomeVapourTrails schreibt eine Polemik über Musikblogger, die ihre Texte immer mehr auf Konsumierbarkeit, Hypes und Promoter zuschneiden. „Für jeden Geschmack ist der passende Humbug vorhanden. Eingebildete Leser mit Indie-Attitüde werden ebenso vollgekotzt wie kleine Gören mit DSDS-Fieber. Letztlich liefert nämlich der auf Zeitgeist gestlyte Musikblog der gehobenen Tageszeitung, das Popkultur predigende wie desavouierende Magazin oder der mit Geheimtipps nicht geizende Miniblog den vermeintlich anspruchsvollen wie intellektuellen Hörern doch auch eine sehr berechenbare, vorgekaute Kost.“

6. „A list of words you can’t say on radio in Boston“
(facebook.com, Shout Out Louds, englisch)
Die schwedische Band Shout Out Louts hat sichtlich fasziniert eine Liste mit Wörtern abfotografiert, die man im amerikanischen Radio nicht sagen darf. Manche werden vorsichtshalber durchkonjugiert: „COME, COMING, CAME (in a sexual reference to ejaculation)“