Päpstlicher als „Bild“

„Bild“ ist bekanntlich die päpstlichste aller Zeitungen ein überaus religiöses Blatt genau die richtige Lektüre für gläubige Katholiken auch schon mal beim Papst gewesen und hat eine sogenannte „Volksbibel“ für 9,95 Euro, eine Immendorf-Bibel für 19,95 Euro und eine Dürer-Bibel für 29,95 Euro rausgebracht.

Jetzt wollten sich die Marketing-Strategen Benedikt-Fans von „Bild“ gerne die eigene Schlagzeile „Wir sind Papst!“ als Marke eintragen lassen. Offenbar ist das Marken- und Patentamt in München aber wesentlich päpstlicher, als man sich das bei „Bild“ vorstellen konnte, und lehnte die Eintragung ab, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

Begründung: Die Marke verstoße wider die guten Sitten. Werde der Begriff des Papstes — als Jesu Stellvertreter — zu Verkaufszwecken verwendet, könnten Gläubige daran Anstoß nehmen. Ein Bild-Sprecher erwidert, man wollte gegen „Trittbrettfahrer“ vorgehen und habe die Wortmarke angemeldet, „um ein Zeichen zu setzen“. (…) Zur Entschuldigung sei gesagt: Bild ist nicht unfehlbar. Die Zeitung ist schließlich nicht der Papst.

Auf solche Ideen würde man bei „Bild“ natürlich nie kommen.